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BAND LÄUFT (1963)

Eine Fernsehgroteske von Kurt Belicke

Autor: Kurt Belicke
Szenenbild: Herbert Goralczyk
Aufnahmeleitung: Kurt Hecke
Regie: Ralph J. Boettner

Personen und ihre Darsteller:

Obermayer (Fritz-Ernst Fechner), Regierungsrat (Guido Matschek), das Band (Werner Schulz-Wittan), der Neue (Werner Ehrlicher), Techniker (Horst Schäfer), Staatssekretär (Rudolf Christoph); Stimmen (Bandaufnahmen): Isolde Thümmler / Hans-Ulrich Lauffer / Theo Mack / Joe Schorn.
Anmerkung: Diese Besetzungsliste basiert auf einer Mitteilung das DRA vom 11.02.2020.

Sendedaten:

27.11.1963 Erstausstrahlung

Inhalt:

Wieder einmal fühlte man sich beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) berufen, widerspruchsvolle Zustände in Westdeutschland zu durchleuchten, und da man dies dank der eigenen Ideologie so gut konnte, durfte man natürlich noch einen Schritt weitergehen und das Ganze in einer (überspitzten) Fernsehgroteske präsentieren.
Dazu passt ein Zeitungsartikel aus der „Berliner Zeitung“ vom 20.11.1963, Jahrgang 19, Ausgabe 319, Seite 5, in dem zu diesem „großartigen“ Fernsehereignis berichtet wird:
„Im Keller des Bundekanzleramtes ist ein riesiger Bunker. Davor sitzt ein Mann im Lodenmantel, Jägerhut und Schulterhalfter. Im Bunker sind Regale und noch einmal Regale, vollgestopft mit Tonbandkartons, ein kahler Tisch, ein Hocker und ein breites, in dieser Breite aber nie genutztes französisches Bett mit Baldachin. Zum Inventar gehört ferner ein hohlwangiger Mann mit grauer Haut, grauen Haaren und einem viel zu langen Jackett. Der Mann ist Millionär, aber er hat lebenslänglich. Er weiß es nur nicht. Der Einfachheit halber nennen ihn alle nur ‚das Band‘, denn er ist der einzige, der sich in dem Wust der hier lagernden Tonbänder auf Anhieb zurechtfindet. Ein wichtiger, aber auch ein gefährlicher Mann: denn diese Bänder enthalten einen hochbrisanten Sprengstoff: Es sind ausnahmslos Bänder von Telefongesprächen oder internen Verhandlungen, die die beamteten Lauscher der verschiedensten Geheimdienste irgendwann und irgendwo mitgeschnitten haben. In freien Stunden spielt er sich ‚Das Band‘ manchmal zu seinem Privatvergnügen ab. Von den Bändern hat er auch seine Tipps für die Börsenmanöver, durch die er Millionär geworden ist. Auf seine Anweisung hin kauft oder verkauft man draußen mit dem Geld, das er verdient und nie erhält; denn er selbst hat den Bunker seit nunmehr elf Jahren nicht verlassen dürfen. Man war auch immer recht zufrieden mit ihm. Aber auf einmal steckt man einen Neuen zu ihm in den Bunker, und da geht der Schlamassel auch schon los.
Sie dürfen das hier Beschriebene nicht allzu wörtlich nehmen: denn es handelt sich hierbei um eine Fernsehgroteske von Kurt Belicke, und in diesem Genre sind dem Autor nun mal gewisse Freiheiten erlaubt. Dafür stimmt anderes in diesem Stück haargenau, und das ist schon nicht mehr grotesk, sondern skandalös.“

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