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UND KEINER HOLT DIE POLIZEI (1964)

Eine spaßige Betrachtung des Krimi-Reißers „Der Schuss im Tonfilmatelier“

Manuskript: H. R. Thieme
Kamera: Horst Klewe
Schnitt: Charlotte Modniewski
Regie: Lothar Dutombé

Personen und ihre Darsteller:

Evamaria Bath, Wolf Kaiser, Joachim Tomaschewsky und Peter Dommisch.

Sendedaten:

13.05.1964 Erstausstrahlung

Inhalt:

Die Initiatoren bzw. Macher dieser DDR-Fernsehproduktion begaben sich mit Blick auf die Gestaltung derer auf neue Wege – man könnte es umschreiben mit „Film im Film im Film“. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
Ein Filmteam aus aktueller Zeit mit Joachim Tomaschewsky als Produzenten, Wolf Kaiser als überdrehtem Regisseur sowie Evamaria Bath und Peter Dommisch besprechen ein abzudrehendes spannendes Film-Melodram; es soll um Liebe, Eifersucht und Mord gehen. Einige Szenen sind schon im „Kasten“, weiteres ist zu erarbeiten. Also sichtet man zunächst das, was schon geschehen ist – in der Art und Weise, dass nun Szenen aus dem 1930 gedrehten deutschen Tonfilm „Der Schuss im Tonfilmatelier“ eingespielt werden. In diesem Streifen verkörpern die Darsteller sich selbst, als würde gerade dieser Film hergestellt werden, also „Film im Film“; so ist der „echte“ Schauspieler Harry Frank als „Hauptdarsteller“ zu sehen, Gerda Maurus als Filmdiva und Berthe Ostyn als Schauspielerin Saylor. Im Detail handelt es sich um eine dramatische Eifersuchtsszene, die wiederholt werden soll. Das erweist sich als nicht realisierbar, weil eine der Hauptdarstellerinnen (eben Berthe Ostyn) tot aufgefunden wird. Ein Theaterrevolver hat möglicherweise diesen tödlichen Schuss, der deutlich im Film zu hören ist, abgegeben. Nun führen polizeiliche Ermittlungen zu der möglichen Mörderin, die die Tat nicht bestreitet.
Schnitt – und wieder diskutieren die oben genannten DFF-Akteure über den Fortgang des Films, denn an dieser Stelle soll doch noch nicht Schluss sein!
Schnitt – wir sind wieder im Altfilm von 1930: die eigentliche geständige Mörderin widerruft ihre Tat – sie habe nicht geschossen, wollte mit ihrem Geständnis nur die Aufmerksamkeit des Chefs der Filmfirma auf sich lenken. Also beginnt die Suche nach dem Mörder von Neuem; dabei geht es weiter turbulent zu, denn im Filmstudio bricht ein Feuer aus, das erhebliche Verwirrungen auslöst. Die moderne Technik der 1930er Jahre macht es dann möglich, dass der Fall doch noch geklärt werden kann: ein wichtiges Gespräch zwischen einer Frau und ihrem Bruder wird aufgezeichnet, und nun muss nur noch die Stimme dieses Mannes einer Person im Atelier zugeordnet werden, dann kann man den wahren Mörder dingfest machen. Tatsächlich wird der Mann durch die Kriminalpolizei entlarvt. Doch das ist nicht das Ende, es kommt zum „notwendigen“ retardierenden Moment, als dem Mörder die Flucht aus dem Vernehmungsraum gelingt. Doch selbiges ist nur von kurzer Dauer, denn die Polizei hat alle Ausgänge abgesperrt, und der Mörder stürzt auf seiner Flucht
aus großer Höhe auf die Bühne, auf der das Ballett gerade übt.
Schnitt - das Filmteam mit Kaiser und Co. ist zufrieden mit dem Ergebnis. Nun muss nur noch die Titel gebende Feststellung „Und keiner ruft die Polizei“ abgeklärt werden, denn die Polizei war doch vor Ort. Die Lösung liefert „Produzent“ Tomaschewsky: die Polizei wurde von niemandem gerufen, sie war einfach da – toll!!

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