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DEIDAMIA (1968)

Fernsehinszenierung einer Oper von Georg Friedrich Händel

Foto: „Funk und Fernsehen der DDR“, Nr. 52/1968, Seite 15; im Bild von links: Fred Teschler, Hans-Martin Nau und Hans-Jürgen Wachsmuth.

Foto: „Funk und Fernsehen der DDR“, Nr. 52/1968, Seite 15; im Bild von links: Fred Teschler, Hans-Martin Nau und Hans-Jürgen Wachsmuth.

Musikalische Leitung: Thomas Sanderling
Bühnenbild: Reinhart Zimmermann
Kostüme: Werner Schulz
Produktionsleitung: Karl-Heinz Bergmann
Aufnahmeleitung: Gisela Wrobel
Regie-Assistenz: Peter Bombach
Fernsehregie: Henry Riedel
Inszenierung: Wolfgang Kersten

Personen und ihre Darsteller:

Deidamia (Eva Hassbecker), Nerea (Elisabeth Hinze), Achilles (Ruth Asmus), Odysseus (Hans-Jürgen Wachsmuth), Phönix (Hans-Martin Nau), Lykomedes (Fred Teschler).
Es spielt das Händelfestspielorchester.
Es singt der Chor des Landestheaters Halle (Einstudierung: Peter Vettermann).

Sendedaten:

24.12.1968 Erstausstrahlung

Inhalt:

Der Deutsche Fernsehfunk realisierte diese weihnachtliche Sendung mit einem Studiogastspiel des Landestheaters Halle.
In der oben genannten Quelle wird dazu folgendes angemerkt:
„Die systematische Pflege des Händelschen Opernwerkes im Anrechts-Alltag des Musiktheaterrepertoires hat in unserer Republik mittlerweile Tradition. Halle, des Meisters Geburtsstadt, ist nach wie vor das Zentrum dieser Bemühungen. Die stilistischen und aufführungspraktischen Prinzipien der halleschen Händel-Experten haben die Opern in bestem Sinne populär gemacht – Händel zählt heute unbestritten zu den Klassikern des Operntheaters. Jedes künstlerische Prinzip jedoch droht zu erstarren, wenn es nicht bereit ist, sich der Entwicklung von Gesellschaft, Kunst und Kunstverständnis aufzuschließen. So überschattete die halleschen Händel-Inszenierungen der letzten Jahre mehr und mehr jener Hauch von Sterilität, der in gleichfalls zunehmenden Maße Kritik herausfordert. Mit der sehr poetischen ‚Deidamia’ - Inszenierung von 1968, die der Felsenstein-Schüler und hallesche Operndirektor Wolfgang Kersten im restaurierten Goethe-Theater Bad Lauchstädt herausbrachte, scheint dieser Bann gebrochen. Kersten offeriert die Geschichte um den Jüngling Achilles (der in Frauenkleidern auf einer Insel lebt, um dem laut Orakelspruch für ihn todbringenden Eroberungskrieg gegen Troja ferngehalten zu werden) und die unerschütterliche, große und tragische Liebe der schönen Königstochter Deidamia zu Achill nicht als dramatische Aktion, sondern als poetisches Spiel: Entpathetisierung, ebenso Entpsychologisierung – der Musik wird der ihr angemessene Spiel-Raum gegeben. Der Akzent der Inszenierung liegt mehr auf Haltungen denn auf Psychologie. Thomas Sanderlings Musikauffassung geht ganz auf in dieser Konzeption: auch hier differenzierte Klarheit ohne Pose, durchsichtig, lebendig, keineswegs undramatisch. Es ist eine Aufführung, von der der Interpretation Händelscher Opern neue Kraft zuwachsen dürfte.“

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