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MEPHISTO (1980)

Eine Literaturverfilmung in Koproduktion Ungarn / BRD / Österreich

Produktion: Mafilm Objektiv Filmstudio Budapest, Manfred Durniok Produktion Berlin, Österreichischer Rundfunk ORF Wien, 1980
DREHBUCH: ISTVÀN SZABÒ und PETÈR DOBAI
Nach dem gleichnamigen Roman von KLAUS MANN
REGIE: ISTVÀN SZABÒ
Kamera: Lajos Koltai, Jean Badal (Paris)
Schnitt: Zsuzsa Csàkàny
Ausstattung: Eva Marton
Maske: Edit Basilides
Kostüme: Agnes Gyarmathy
Musik: Zdenkò Tamàssy

Personen und ihre Darsteller:

Klaus Maria Brandauer (Hendrik Höfgen), Krystyna Janda (Barbara Bruckner), Ildikò Bànsàgi (Nicoletta von Niebuhr), Rolf Hoppe (General), György Cserhalmi (Hans Miklas), Pèter Andorai (Otto Ulrichs), Karin Boyd (Juliette Martens), Christine Harbort (Lotte Lindenthal), Tamàs Major (Direktor Kroge), Ildikò Kishonti (Dora Martin), Sandòr Lukàcs (Rolf Bonetti), Martin Hellberg (Professor Reinhardt), Christian Grashof (Cäsar von Mack), Teri Tordai (Laura) u.a.

Sendedaten:

01.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; WDHL: 03.02.1987 I. PR., 31.01.1989 I. PR., 01.02.1989 I. PR. (Frühprogramm);
ARD-Erstsendung: 30.01.1983, 1.Wiederholung: 27.03.1986, 2.Wiederholung: 08.07.1990

Inhalt:

Hendrik Höfgen ist Schauspieler an einem Theater in Hamburg, sehr begabt, aber auch eitel und exzentrisch. Ende der Zwanziger Jahre begeistert er sich für die Idee, Theater für die breitesten Bevölkerungskreise zu entwickeln. Seine Versuche, mit Laiendarstellern "proletarisches Theater“ auf die Bühne zu bringen, scheitern jedoch an seinen überzogenen Ansprüchen gegenüber den Mitwirkenden. Er wendet sich mehrere Male ausdrücklichst gegen alle nationalsozialistischen Bestrebungen im Lande. Er ist der Überzeugung, dass man sich schmutzig macht, wenn man sich mit Leuten abgibt, die sich der nationalsozialistischen Richtung verschrieben haben.
Höfgen heiratet Barbara Bruckner, ohne von seiner früheren Geliebten, der dunkelhäutigen Tanzlehrerin Juliette, abzulassen. Er bekommt ein Gastengagement an einem Theater in Berlin vermittelt und kann sich dort dauerhaft etablieren, vom Publikum wird er gefeiert. Als Adolf Hitler Reichskanzler geworden ist, fasst Höfgens Frau den Plan, Deutschland den Rücken zu kehren und möchte auch ihn für ihre Emigrationspläne gewinnen. Höfgen jedoch verweist darauf, dass er als Schauspieler an die deutsche Sprache gebunden sei und daher anderswo keine Anstellung fände. Er versucht sich immer wieder zu der Idee zu retten, dass seine Kunst abseits von aller Politik angesiedelt sei. Als in Berlin der Reichstag brennt, befindet er sich bei Filmaufnahmen in Budapest. Er zögert mit der Rückkehr nach Deutschland, weil er darauf gefasst ist, dass ihm seine Vergangenheit als kommunistischer Agitator zum Verhängnis werden könnte. Von einer dem Machtzirkel nahe stehenden Kollegin bekommt er jedoch einen Brief, in dem sie ihm versichert, dass er gute Chancen für weitere Theater-Engagements habe.
Seine größten Erfolge in Berlin erzielt er in der Rolle des Mephisto in Goethes Faust. Bei einer der Aufführungen ist der preußische Ministerpräsident anwesend. Er ruft den „Mephisto“ in der Aufführungspause zu sich und wird von da an zu seinem Gönner. Höfgen nimmt es in Kauf, dass seine Juliette von den Machthabern des Landes verwiesen wird. Da er sich in das Kalkül der Nazis gut einfügt, wird ihm der Posten des Intendanten des Staatstheaters angeboten, und er nimmt an. Vor der internationalen Presse nimmt er das Regime wortgewandt in Schutz. Der ehemalige Nationalsozialist Hans Miklas will einen Protest gegen das Terrorregime starten und kommt auch zu Höfgen, der ihm jedoch völlig abgeneigt ist. Nachdem die Nazis Miklas ermordet haben und den Tod als angeblichen Autounfall vertuschen, bemerkt Höfgen, dass die Nazis über Leichen gehen. Er geht zum Minister, wird jedoch hinausgeworfen, da er „nur ein Schauspieler“ sei. Der Nazi warnt ihn davor, sich in politische Dinge einzumischen. Am Schluss begeben sich der Ministerpräsident und Höfgen ins Berliner Olympiastadion. Der Ministerpräsident schickt Höfgen in die Mitte des Stadions und lässt ihn dort von Scheinwerfern verfolgen. In einer Situation, in der sich Höfgen auf unangenehme Weise in den Mittelpunkt geschoben fühlt, spricht er die letzten Worte des Films: „Was wollt ihr von mir? Ich bin doch nur ein Schauspieler.“

Sonstiges:

Originaltitel: Mephisto
Weitere Informationen:
MEPHISTO: DDR-Kinostart: 06.11.1981, Länge: 144 Minuten. OSCAR-Gekröntes Meisterwerk mit einem Klaus Maria Brandauer in der Rolle seines Lebens.
Quelle der Informationen und des Fotos in diesem Dokumentationsblatt: Archiv Torsten Zander

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