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CABARET (1972)

Ein Filmmusical aus den USA

Produktion: ABC Pictures Corporation, Allied Film Makers, 1972
DREHBUCH: JAY PRESSON ALLEN
REGIE: BOB FOSSE
Kamera: Geoffrey Unsworth
Schnitt: David Bretherton
Ausstattung: Rolf Zehetbauer
Kostüme: Charlotte Flemming
Musik: John Kander, Ralph Burns

Personen und ihre Darsteller:

Liza Minelli (Sally Bowels), Michael York (Brian Roberts), Helmut Griem (Maximilian von Heune), Joel Grey (Conferencier), Fritz Wepper (Fritz Wendel), Marisa Berenson (Natalia Landauer), Elisabeth Neumann-Viertel (Frl. Schneider), Helen Vita (Frl. Kost), Sigrid von Richthofen (Frl. Mayr), Gerd Vespermann (Bobby), Ralf Wolter (Herr Ludwig), Georg Hartmann (Willi), Ricky Renee (Elke), Estrongo Nachama (Cantor),
Pierre Franckh (Hitlerjunge) u.a.

Sendedaten:

14.03.1976 I. PR. Erstausstrahlung; WDHL: 26.03.1978 I. PR., 14.04.1980 I. PR., 09.05.1984 I. PR., 03.04.1987 I. PR., 14.12.1988 I. PR., 05.07.1991 LK DFF;
ZDF-Erstsendung: 07.11.1976; Wdhl: 23.09.1978;
ARD-Erstsendung: 26.04.1987;
1PLUS-Erstsendung: 28.04.1988

Inhalt:

Berlin 1931, kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Brian Roberts, englischer Student und Sprachwissenschaftler und gerade in Berlin angekommen, zieht in die heruntergekommene Pension von Fräulein Schneider, wo er in Ruhe an seiner Doktorarbeit arbeiten will und für seinen Lebensunterhalt gleichzeitig Englischunterricht gibt. In der Pension lernt Brian die ebenfalls dort lebende Sängerin Sally Bowles kennen. Die gebürtige Amerikanerin tritt im Kit Kat Club auf, wo jeden Abend ein dekadentes, erotisches Nummernkabarett über die Bühne geht. Sally träumt von einer Karriere als „richtige“ Schauspielerin, wofür sie sich auch auf Verehrer und Affären einlässt. Als sie Brian zu verführen versucht, bleibt dieser ihr gegenüber zunächst sehr zurückhaltend, doch schließlich entwickelt sich tatsächlich eine enge Liebesbeziehung zwischen den beiden. Als der wohlhabende, weltmännische Baron Maximilian von Heune in das Leben von Sally tritt, wird Brian zunächst eifersüchtig. Jedoch zeigt Maximilian ebenfalls sexuelles Interesse an Brian, worauf dieser zunehmend eingeht. Der verheiratete Maximilian reist später nach Argentinien ab und hinterlässt ihnen eine Summe Geld. Sally und Brian finden heraus, dass der jeweils andere mit dem Adeligen geschlafen hat. Brian schlägt in seiner Frustration darüber Flugblätter und eine Hakenkreuzfahne nieder, und wird daraufhin verprügelt. Als Sally ihn gesundpflegt, verzeihen sich beide.
Ein weiterer Handlungsstrang erzählt die Geschichte zwischen dem Gigolo Fritz Wendel und der Jüdin Natalia Landauer, die beide mit Sally und Brian befreundet sind. Nachdem die schwer reiche Kaufmannstochter Natalia Fritz erst für einen Mitgiftjäger gehalten hat, erkennt sie seine wahren Gefühle ihr gegenüber. Doch sie will einer Heirat nicht zustimmen, da der Einfluss der Nationalsozialisten wächst und die politisch motivierten Gewalttaten gegenüber Juden sich zunehmend bemerkbar machen. Da Fritz Christ sei, wolle sie ihn als Jüdin nicht gefährden. Fritz gesteht ihr, dass er auch Jude ist, was er bisher verheimlicht hat, da er nicht den Vorurteilen und dem Hass gegenüber Juden ausgesetzt sein wollte. Die beiden heiraten in einer Synagoge.
Sally wird schwanger, ist sich jedoch unsicher über den Vater. Der potenzielle Vater Brian macht Sally einen Heiratsantrag und will sie zu seiner neuen Anstellung an die Universität Cambridge mitnehmen. Doch lässt Sally das gemeinsame Kind ohne Brians Wissen abtreiben. Einerseits erinnert sie sich an ihre Träume von einer glanzvollen Showkarriere, die sie wohl als Gattin eines Universitäts-Dozenten mit Kind begraben müsste; andererseits denkt sie aber auch an Brian, dessen Gefühle gegenüber Männern eine langfristig glückliche Beziehung behindern könnten. Brian reagiert entsetzt auf die Abtreibung, akzeptiert dann aber Sallys Entscheidung. In liebender Trennung von Sally verlässt Brian die Stadt mit dem Zug. Die letzte Szene zeigt Sally wieder als Sängerin im Kit Kat Club, wo in den ersten Reihen bereits die Nationalsozialisten Platz genommen haben......

Sonstiges:

Originaltitel: CABARET
Weitere Informationen:
CABARET: DDR-Kinostart: 16.05.1975, Länge: 117 Minuten, deutschsprachige Fassung: DEFA-Studio für Synchronisation mit den Sprechern: Angelika Waller, Winfried Glatzeder, Holger Mahlich, Jenny Gröllmann, Klaus Piontek u.a. Als zwei der DEFA-Synchronsprecher, Winfried Glatzeder und Holger Mahlich, Anfang der 1980er Jahre die DDR in Richtung Westen verließen, wurden ab der Ausstrahlung 1984 ihre Namen im Abspann der DEFA-Fassung herausgeschnitten.
Quelle der Informationen und des Fotos in diesem Dokumentationsblatt: Archiv Torsten Zander

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