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GELOBTE LAND, DAS (1974)

Ein polnischer Spielfilm

Produktion: Zespoly Filmowe, Gruppe „X“, 1975
DREHBUCH: ANDRZEJ WAJDA
nach dem Roman von Wladyslaw S. Reymont
REGIE: ANDRZEJ WAJDA
Kamera: Witold Sobocinski, Edward Klosinski, Waclaw Dybowski
Schnitt: Zofia Dwornik, Halina Pugar
Musik: Wojciech Kilar
Ausstattung. Tadeusz Kosarewicz

Personen und ihre Darsteller:

Daniel Olbrychski (Karol Borowiecki), Wojciech Pszoniak (Moritz Welt), Andrzej Seweryn (Max Baum), Anna Nehrebecka (Anka, Karols Verlobte), Tadeusz Bialoszczynski (der alte Borowiecki)‚ Bozena Dykiel (Mada Müller), Franciszek Pieczka (Müller), Andrzej Szalawski (Buchholz), Kalina Jedrusik (Lucy Zucker), Jerzy Nowak (Zucker), Stanislaw Igar (Grinspan), Grazyna Michalska (Bozka) sowie Kazimierz Opalinski, Andrzej Lapicki, Piotr Fronczewski, Kazimierz Wichniarz, Maciej Góraj, Marek Walczewski, Emilia Krakowska, Witold Dederko, Bronislaw Pawlik u. v. a.

Sendedaten:

25.03.1978 II. PR. Erstausstrahlung; 03.02.1990 II. PR. Wiederholung;
ZDF-Erstsendung: 13.12.1976

Inhalt:

Lodz, das unter russischer Herrschaft steht, erlebt Ende des
19. Jahrhunderts „Gründerjahre“: die Baumwollindustrie
blüht auf, Fabriken entstehen. Massen verelendeter Bauern
strömen in die Stadt, um hier ein besseres Leben zu finden.
Brutal werden sie ausgebeutet: keine geregelte Arbeitszeit,
Kinder- und Frauenarbeit zu Hungerlöhnen, Fehlen der
primitivsten Sicherheitsmaßnahmen, so dass tödliche Unfälle und
Fabrikbrände an der Tagesordnung sind; die Arbeiterinnen
sind Freiwild für die Fabrikherren. Noch gibt es keine Organisation
unter den Arbeitern, selten, dass einer spontan aufbegehrt,
wie jener Maschinist, der sich und zugleich den Fabrikbesitzer, der seine Tochter missbrauchte, tötet.
Die Stadt ist ein Eldorado für Spekulanten, Vermögen werden täglich
gewonnen und verloren: für die Oberschicht dreht sich alles
nur um eins: um Geld, um Profit. Nicht, was noch interessiert,
sei es eine Theatervorstellung oder selbst ein Begräbnis,
wenn ein Geschäft winkt. Reich zu werden, eine eigene
Fabrik zu haben, ist auch das Ziel dreier Freunde von unterschiedlicher
nationaler und sozialer Herkunft: des jüdischen Maklers Moritz Welt, Max Baums, des Sohnes eines der Konkurrenz nicht mehr gewachsenen deutschen Manufakturbesitzers, und Karol Borowieckis, des Energischsten von ihnen,
des polnischen verarmten Landadligen. Jedes Mittel ist ihnen
recht: sie machen betrügerische Geschäfte, Karol nutzt seine
Beziehungen zu Frauen skrupellos aus, er trennt sich von
seiner Verlobten Anka, die nicht lernen kann und will, Menschen
nur als Arbeitsvieh zu betrachten. So schaffen sie es
tatsächlich, eine eigene Fabrik zu gründen, aber nach kurzer
Zeit brennt sie ab. Doch Karol heiratet die dümmliche Tochter
des Millionärs Müller. So wird er, Jahre später, einer der
Reichsten von Lodz: Doch in dieser Zeit kündigen die ersten
großen Streiks an, dass Lodz nicht immer ein „gelobtes Land“
für Ausbeuter bleiben wird . . . .

Sonstiges:

Originaltitel: Ziemia obiecana
Weitere Informationen:
Das gelobte Land: DDR-Kinostart 3.9.1976, 165 Minuten, deutsche Fassung: DEFA-Studio mit den Sprechern: Michael Christian, Rüdiger Evers, Klaus Hecke, Kurt Böwe, Norbert Christian, Albert Hetterle, Katharina Lind, Barbara Lotzmann, Jochen Thomas, Robert Trösch, Renate Reinecke, Hans-Peter Reinecke u.a.
Die große, fast dreistündige Literaturverfilmung bietet dem interessierten Zuschauer ein Bild Polens, das geprägt ist von Ausbeutung, Not, Armut, Elend und Brutalität. Vor allem die äußerst drastisch dargestellten Arbeitsunfälle in den Fabriken hinterlassen einen starken, nachhaltigen Eindruck. Noch vor der Fernsehpremiere im DDR Fernsehen zu Ostern 1978, wurde der Film im Dezember 1976 im ZDF gezeigt, hier mit einer eigens hergestellten Synchronfassung. "Das gelobte Land" wurde 1976 als bester aulsändischer Film für den OSCAR nominiert.
Quelle der Informationen und des Fotos in diesem Dokumentationsblatt: Archiv Torsten Zander

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