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GESICHT, DAS (DDR-TV) (1962)

Ein Fernsehspiel von Günther Krupkat nach seinem gleichnamigen Kriminalroman

Autor: Günther Krupkat
Dramaturgie: Evelyn Heyden
Szenenbild: Heinz Helmut Bruder
Aufnahmeleitung: Ernst Stade
Assistenz-Regie: Klaus Grabowsky
Regie: Peter Hagen

Personen und ihre Darsteller:

Professor Denzinger (Johannes Knittel), Susanne, seine Tochter (Ingeborg Schumacher), Hans Trattenburg (Gerd Andreae), Siebenender (Walter Lendrich), Schwester Barbara (Ingeborg Krabbe), Wirtschafterin Nanni (Anni von Orelli), Fichtner (Heinz Behrens), Schliemann (Wolfgang Hübner), Laibl (Peter Ertelt), Polizeiarzt (Wolf Lucas), Polizist (Günter Maaß).
Anmerkung: Diese Besetzungsliste wurde auf Basis einer Information des DRA vom 13.06.2016 aktualisiert.

Sendedaten:

10.05.1962 Erstausstrahlung

Inhalt:

Günther Krupkat (1905-1990) war in den Anfangsjahren der DDR einer der bekanntesten Science-Fiction-Autoren des Landes; der DFF bediente sich 1968 einer seiner diesbezüglichen Vorlagen und drehte den erfolgreichen Dreiteiler “Stunde des Skorpions”.
Diesem Fernsehspiel von 1962 lag Krupkats Kriminalroman “Das Gesicht” zu Grunde, der im Jahre 1958 veröffentlicht worden war. Die Handlung führte nach Westdeutschland, in die Großstadt München, und sollte ein Stück bundesdeutscher Realität der 1950er Jahre widerspiegeln.
Im Fokus der Ereignisse steht der angesehene Professor Denzinger (Johannes Knittel). Er sucht die Detektei eines Bekannten namens Siebender (Walter Lendrich) auf, um ihm folgendes Geheimnis anzuvertrauen: In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs hatte er sich von seiner Einheit abgesetzt, um sich auf eigene Faust nach Süden durchzuschlagen. Dabei traf er in einer Nacht in einem Waldstück auf einen verwundeten Kameraden, der durch Schüsse einer Streife der SS verwundet worden war. Denzinger operierte ihn vor Ort, ließ ihn aber dann allein zurück, weil ihm der Verwundete bei seiner Flucht hinderlich gewesen wäre.
Vor kurzem sei er nun in Hannover einem jungen Mann begegnet, dessen Gesicht ihm bekannt vorkam. Der gleichen Person sei er nun in München wieder begegnet, und da er sich von ihm verfolgt fühle und vermute, dass dieser Mann etwas mit seinem Geheimnis zu tun haben könne, wolle er den Detektiv beauftragen herauszufinden, was dieser für Ziele verfolgt. Denzinger befürchtet, dass er als Staatsbeamter der BRD in Schwierigkeiten kommen könne, wenn publik würde, dass er in der Nazizeit Fahnenflucht begangen habe!
Siebeneder kann darauf hin ermitteln, dass es sich bei dem jungen Mann um einen gewissen Trattenburg (Gerd Andreae) handelt, einen Maler; er findet auch heraus, dass dieser mit der Tochter Denzingers (Eva Nitzel) befreundet ist. Siebeneder entschließt sich, diese Konstellation der Dinge für sich privat zu nutzen, indem er dem Professor einen Erpresserbrief zuleitet, in dem fixiert ist, dass Trattenburg 5.000 DM Schweigegeld fordert, ansonsten käme Denzingers “Fehltritt” aus der Nazizeit ans Licht der Öffentlichkeit.
Denzinger informiert darauf hin den Detektiv über dessen eigenen Brief und gibt vor, die Summe Geldes schon beschafft zu haben und zahlen zu wollen, allerdings unter der Maßgabe, dass er es selbst an Trattenburg übergeben könne. Nun ist Siebeneder am Zug zu handeln: er bestellt den jungen Mann in das Haus des Professors, sorgt mittels eines fingierten Telegramms dafür, dass dessen Tochter zu dieser Zeit abwesend ist; schließlich erschießt er den Professor in einem Augenblick, da Trattenburg schon im Hause weilt und bemächtigt sich des Geldes. Danach richtet er es so ein, dass er das Haus durch den Haupteingang erneut betreten kann und macht Trattenburg als möglichen Mörder dingfest.
Der Kripo gelingt es aber mittels intensiver Ermittlungen unter Einschluss eines Lokaltermins, das Intrigenspiel des Siebeneder zu entlarven und ihn als wahren Mörder zu überführen. Trattenburg wird rehabilitiert.
Was letztlich bei den Zuschauern des DFF in Erinnerung bleiben sollte, war wohl die Aussage, dass einem eine Fahnenflucht während des Zweiten Weltkrieges unter den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen der BRD zum Verhängnis werden kann.

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