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OBERÖSTERREICH (1976)

Fernsehinszenierung eines Zweipersonenstücks von Franz Xaver Kroetz

Foto: Waltraut Denger; “FF dabei”, Nr. 22/1976, Seite 24/25; im Bild: Waltraud Kutschera und Hermann Schmid

Foto: Waltraut Denger; “FF dabei”, Nr. 22/1976, Seite 24/25; im Bild: Waltraud Kutschera und Hermann Schmid

Autor: Franz Xaver Kroetz
Dramaturgie: Evelyn Heyden
Szenenbild: Manfred Glöckner
Kamera: Gerhard Gitschier
Regie: Peter Groeger

Personen und ihre Darsteller:

Anni (Waltraud Kutschera), Heinz (Hermann Schmid).

Sendedaten:

27.05.1976 I. PR. Erstausstrahlung

Inhalt:

Im Fokus dieses Stücks steht ein ganz normales, durchschnittliches Ehepaar aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Das Konsumieren hat in ihren bisherigen gemeinsamen Jahren einen wichtigen Platz innegehabt, und so sollte es für die beiden auch bleiben. Doch dann, eines schönen Abends, überrascht die Anni ihren Heinz mit der frohen Botschaft, dass sich bald Nachwuchs bei ihnen einstellen wird - und löst damit einen Ehekonflikt aus! Denn bisher hatten sie ihr Leben nach einem Glücksbegriff ausgerichtet, den diese Konsumgesellschaft in der Art propagierte; man genoss ein Glück, dass eigentlich ein gedankenloses, ja inhaltsloses war. Aber die beiden hatten es auch nicht anders gelernt, und Presse, Funk und Fernsehen vermittelten selbiges doch Tag für Tag.
Das alles, dieses schöne Leben, steht aus Sicht des jungen Ehemanns nun auf dem Spiel, wenn ein Baby in ihre Familie und ihr Glück “eindringt”; soll er wirklich ab sofort auf alles verzichten, was ihm “Freude” macht? Ganz gewiss müsste man auf vieles verzichten, vielleicht sogar den Farbfernsehen zurückgeben oder das Auto verkaufen?! Die blanke Angst könnte den Manne überfallen! Nur: Kürzlich hatte er doch in einer Illustrierten gelesen, dass ein Mann in Oberösterreich, der eben dieses “Problem” hatte, selbiges dadurch löste, in dem er seine Frau umbrachte …
In der Zeitschrift “FF dabei”, Nr. 22/1976, Seite 25, hatte man in einem Artikel zur Ausstrahlung dieser TV-Inszenierung darauf verwiesen, dass dieses Stück von Kroetz auf verschiedenen Bühnen der BRD als Spießersatire dargeboten wurde. Und mit der neuesten Aufführung dessen in den Münchener Kammerspielen hätte man selbiges zum banalen Schwank umfunktioniert und damit dessen Anliegen degradiert. Die von Peter Groeger für das DDR-Fernsehen inszenierte Fassung dagegen würde nun eine werkgetreue Darbietung des Stücks herbeiführen und den Intentionen des Autors gerecht werden.

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