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ICH KLAGE AN! (1960)

Eine Sendung um Èmile Zola und seinen Roman “Germinal”

Manuskript: Hanna Türcke
Inszenierung: Fritz Bornemann

Personen und ihre Darsteller:

Fritz Bohnstedt, Martin Flörchinger, Agnes Kraus, Georgia Kullmann, Günter Naumann, Werner Schulz-Wittan, Wolfgang Thal, Siegfried Weiß.

Sendedaten:

05.06.1960 Erstausstrahlung
Anmerkung:
In “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 14/1960, Seite 20, wurde die Erstausstrahlung dieser Sendung schon für den 02.04.1960 und in “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 21/1960, Seite 14, für den 15.05.1960 angekündigt. Laut Angaben des DRA war die Erstausstrahlung dieser Sendung aber erst am 05.06.1960, hierzu findet man in der Zeitschrift “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 24/1960, Seite 14, die Ankündigung: “Germinal. Eine Sendung um Émile Zola”.

Inhalt:

Émile Zola (1840-1902) war ein französischer Schriftsteller und Journalist. Mit seinen Arbeiten erwarb er sich den Ruf eines der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts. Zola galt zugleich als Leitfigur und Begründer der gesamt europäischen Literatutströmung des Naturalismus.
“Germinal”, im Jahre 1885 erschienen, gilt als das Hauptwerk der zwanzigbändigen Romanreihe “Das Leben der Familie Rougon-Macquart”. Es widmet sich den unmenschlichen Verhältnissen in den Bergwerken Frankreichs im 19. Jahrhundert und den daraus resultierenden Konflikten zwischen Arm und Reich. Die Handlung rankt sich aber auch um die unterschiedlichen Ansichten unter den Geknechteten, weil die einen den Streik befürworten, um die Besserung ihrer Lage einzufordern und durchzusetzen, die anderen aber über Verhandlungen mit den Grubenbesitzern ein Einvernehmen herbeiführen wollen, um die Unmenschlichkeiten abzubauen. Die Sendung offeriert nun eine dramatische Fernsehspielszene zu diesem Roman.
Zugleich wird daran erinnert, dass sich Zola mit seinem am 13. Januar 1898 in einer französischen Tageszeitung erschienen Artikel “Ich klage an …” eindrucksvoll zur so genannten Dreyfus-Affäre geäußert hatte. Der fälschlicherweise wegen Landesverrats verurteilte Offizier Dreyfuss konnte unter anderem durch dieses nicht zu übersehende Veto des populären Literaten Zola letztlich rehabilitiert werden. Der Artikel löste zwar einen großen politischen Skandal aus, aber Zolas Ansehen als moderner Intellektueller, der sich kritisch und sachlich in Gegenwartsprobleme einmischte, war weiter gewachsen. Mit seinem Artikel hatte sich Zola eindeutig auf die Seite des jüdischen Hauptmanns und seiner liberalen Verteidiger geschlagen und einer überaus gerechten Sache mit zum Durchbruch verholfen.

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