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TIERPARKGESCHICHTEN - EPISODENFÜHRER (1989)

Eine siebenteilige Serie des Fernsehens der DDR

Autor: Eva Stein
Dramaturgie: Dr. Heide Hess
Szenenbild: Monika Rockel-Eckermann
Kamera: Helmut Borkmann
Musik: Reinhard Lakomy
Regie: Martin Eckermann

Personen und ihre Darsteller:

Wolfgang Mattke (Erik S. Klein), Franziska, seine Frau (Otti Planerer), Klaus Bender (Dirk Schülke), Dr. Mehl, Tierarzt (Herbert Köfer), Willi (Jochen Thomas), Christiane (Tatjana Thomas), Henning (Karsten Speck), Claudia Herzberg (rennte Reinecke), Georg (Ralf Lehm), Frau Kahler (Margot Ebert), Gitti (Daniela Devantier), Müller (Karl Sturm), Bürgermeister (Peter Cwielag), Stadtrat für Kultur (Klaus Gehrke), Peter, Mattkes Enkel (Peter Frommhagen), Daniel, sein Freund (Robert Kopp), Hilde Thugut (Marianne Wünscher), Anke, Hennigs Frau (Maren Schumacher), Rainer Hausmann (Manfred Möck), Herr Kannebier (Bruno Carstens), Ines, Daniels Mutter (Susanne Schwab), Hannes, Daniels Vater (Jürgen Trott), Herr Heinze (Walter Wickenhauser), Marlies Thümmler (Ulrike Mai), Reinhard (Stefan Martin Müller), Dr. Bergemann (Günter Wolf), Kind Tommy Thümmler (Lars Rußek), Dompteur (Manfred Richter), Heinrich Thugut (Wolfgang Greese), Frau Thugut (Ulrike Hanke-Hänsch), Egon (Klausjürgen Steinmann), Lothar Herzberg (Gerd Grasse), Dr. Sonntag, Kinderarzt (Gerd Blahuschek), Kollege Günther (Veit Stiller), Maurerbrigadier (Denys Seiler), junger Maurer (Hartmut Tietz), Monteur (Helmut Wenzlau), Dieter Merkel (Holger Franke), Bärbel Merkel (Ev-Katrin Köster), Fichte (Gert Klotzek), Abgeordneter (Dieter Perlwitz) sowie Alfred Lux, Michael Kleinert, Arnim Mühlstädt.

Sendedaten:

02.06.1989 I. PR. - 14.07.1989 I. PR. Erstausstrahlungen (Details siehe unten bei den einzelnen Folgen).

Inhalt:

1. “Neuzugänge” (Erstausstrahlung: 02.06.1989 I. PR.; Wiederholung: 03.06.1989 I. PR.)
Wolfgang Mattke (Erik S. Klein) ist Direktor des Tierparks Hoegersund. Zusammen mit Dr. Mehl (Herbert Köfer), dem zuständigen Tierarzt, muss er sich um einen schwer verletzten jungen Hirsch kümmern, der in ihre Obhut überstellt wird. Menschen hatten im Wald-Revier der Tiere gedankenlos ein Drahtgeflecht entsorgt, und der Hirsch hatte sich darin verfangen, wobei er viel Blut verloren hatte. Im Tierpark kümmert sich nun die Pflegerin Claudia Herzberg (Renate Reinecke) aufopferungsvoll um den schwer verletzten Hirsch - und das bei Tag und Nacht.
Die Sorge um diesen tierischen Neuzugang ist aber nicht das einzige, was Mattke beschäftigt. Kummer bereitet ihm auch der Gesundheitszustand seines langjährigen Mitarbeiters und Freunds Willi (Jochen Thomas). Letzterer war wie der Direktor selbst von Anfang an dabei, als der Tierpark aufgebaut wurde. Doch nun muss er im Angesicht seiner gesundheitlichen Probleme befürchten, seine vertraute Arbeit mit den Affen aufgeben zu müssen.
Entlastung in Mattkes personelle Probleme kommt in Person des Neuzugangs Klaus Bender (Dirk Schülke). Er ist studierter Biologe und Verhaltensforscher und wird zum Stellvertreter des Direktors ernannt. In den ersten Wochen seiner Tätigkeit im Tierpark sollte sich erweisen, dass der junge Mann viel von den Tieren in der Anlage weiß, aber in Punkto Menschenführung und Leitungstätigkeit scheint er einige Defizite zu haben, in dieser Hinsicht muss er dazu lernen, denn seine Anweisungen an die Mitarbeiter, sich bei ihrer Tätigkeit auf wissenschaftlich begründete Arbeitsweisen zu stützen, kommen bei selbigen falsch an. Anstatt bei den Pflegern und sonstigem Personal um Verständnis für sein Anliegen zu werben, versucht Bender, als Leiter schlechthin nur anzuweisen. Diese Diskrepanzen beschäftigen Mattke kurz vor seinem 60. Geburtstag. Soll er seinen zukünftigen Nachfolger - so war der Plan - jetzt aus dem Tierpark verweisen oder ist Geduld und Hoffnung auf Besserung angesagt?

2. “Tierliebe ist ein eigen Ding” (Erstausstrahlung: 09.06.1989 I. PR; Wiederholung: 10.06.1989 I. PR.)
Der Tierpark Hoegersund ist Anziehungspunkt für Erwachsene und vor allem für die Kinder aus Nah und Fern. Auch der kleine Daniel (Robert Kopp), ein Freund von Mattkes Enkel Peter (Peter Frommhagen), ist hier wieder einmal zu Gast. Doch heute bringt er sich in Lebensgefahr, als er versucht, sich der trächtigen Tigerin Miriam zu nähern, um das prächtige Tier zu streicheln. Andere Tierparkbesucher sehen das Ganze mit Entsetzen. Zu später Stunde wird der Junge von Henning (Karsten Speck) im Raubtierhaus gesichtet; hier hat er sich eingenistet, um die Geburt der Tigerbabys hautnah miterleben zu können.
Auch Pfleger Willi hat so manche Erfahrung mit unvernünftigen Besuchern gemacht. Jetzt ist es die Witwe Thugut (Marianne Wünscher), die sich in Folge des Fehlens menschlicher Wärme den Affen nähert und sie mit Süßigkeiten verwöhnt. Doch das ist trotz guter Absicht, wie eigentlich jeder wissen müsste, verboten. Willi ist erfahren genug, ihr diese Unsitte wirksam abzugewöhnen - vielleicht ist es auf diese Art sogar möglich, dass zwei einsame Herzen zueinander finden?
Christine (Tatjana Thomas), eine gelernte Tierpflegerin, war in den Tierpark Hoegersund zurückgekehrt, um ihrem verwitweten Vater beizustehen. Nun muss sie mit einigem Erstaunen erkennen, dass dies nicht nötig ist, denn der Vater hatte, ohne dass es die Tochter bisher wusste, ein “neues Glück” gefunden.

3. “Rivalitäten” (Erstausstrahlung: 16.06.1989 I. PR.; Wiederholung: 17.06.1989 I. PR.)
Löwe Hannibal gehörte seit langem zur tierischen “Stammbelegschaft” des Tierparks; er hat quasi ein Stück Geschichte dessen mitgeschrieben und war bei Besuchern und den Mitarbeitern gleichermaßen beliebt. Nun war er sehr krank geworden, weshalb er rund um die Uhr von Henning betreut wurde, aber all das Bemühen half nichts - Hannibal verstarb zur Trauer aller. Um den Besuchern aber in der Hinsicht Ersatz zu bieten, kommt alsbald ein Nachfolger in Hannibals Unterkunft: es ist ein temperamentvoller Zirkuslöwe namens Pascha, der in der Manege zu undiszipliniert auftrat, weshalb er von dort verbannt werden musste.
Anke (Maren Schumacher), die Frau von Henning, steht dem Engagement ihres Mannes für die Betreuung der Raubtiere mit Skepsis gegenüber. Zum einen hat er wenig Zeit für gemeinsame Unternehmungen, zum anderen verspürt sie seitens der Tiere eine Bedrohung für ihren Mann. So fordert sie ihn auf, seine Tätigkeit im Tierpark aufzugeben. Henning ist hin und her gerissen, wie soll er sich entscheiden? Die Ungewissheit führt dazu, dass er in Gegenwart des Zirkuslöwen einen Moment unachtsam ist, und schon ist es passiert: Pascha fügt Henning lebensgefährliche Verletzungen zu.
Zur gleichen Zeit hat Klaus Bender Zoff mit Marlies Tümmler (Ulrike Mai), der neuen Architektin vom Gartenbauamt. Zunächst war man sich nur wegen ein paar Sträucher am Streichelgehege des Tierparks uneinig, nun geht es schon um einen Totalumbau der Anlage insgesamt. Mattke mischt sich im Interesse der Attraktivität des Tierparks ein und verlangt von seinem Stellvertreter, dass er sich mit der netten jungen Frau entsprechend einigt.

4. “Eindringlinge im Revier” (Erstausstrahlung: 23.06.1989 I. PR.; Wiederholung: 24.06.1989 I. PR.)
Nach einigen kniffligen Situationen sind Bender und die Gartenbauarchitektin Marlies auf einen Nenner gekommen, ja es hat sogar über diesen beruflichen Aspekt hinaus zwischen den beiden gefunkt. Die junge Frau will deshalb in Hoegersund bleiben und ihren Sohn Tommy (Lars Rußek) wieder zu sich nehmen, nachdem er eine Zeit bei den Großeltern gewohnt hatte. Thommy kann Bender als prima Kollegen seiner Mama gut leiden, was noch nicht heißt, dass er ihn auch als Vater uneingeschränkt akzeptiert. Bender ist der Meinung, die ganze Sache behutsam anzugehen und nichts zu übereilen. Doch dann hat Marlies wohl Probleme mit Klaus’ neuer Rolle, wodurch die neue kleine Familie auseinander zu brechen droht.
Auch Tierpfleger Willi und seine neue “Flamme”, Frau Thugut, haben komplizierte Situationen zu bestehen. Dabei geht es speziell um Frau Thuguts Bruder Heinrich (Wolfgang Greese). Dieser hat einen geschützten Greifvogel festgesetzt, weil selbiger sich hin und wieder eines von Heinrichs Zuchthühnern zum Fraße geholt hat. Doch bei dieser “Racheaktion” wurde der Greifvogel schwer verletzt. Zum Glück konnte Willi noch rechtzeitig eingreifen und das Tier einer vom Aussterben bedrohten Art retten. Im Tierpark kann es nun für Nachwuchs sorgen.

5. “Heiße Tage” (Erstausstrahlung: 30.06.1989 I. PR.; Wiederholung: 01.07.1989 I. PR.)
Im Tierpark kommt es zu einer Ausnahmesituation, als Direktor Mattke einen in die Anlage eingedrungenen tollwütigen Fuchs erschießen muss. Doch damit ist die Gefahr noch nicht vorbei, denn kurze Zeit darauf zeigt ein Tier im Rotwildgehege auffällige Symptome, die auf eine Ansteckung schließen lassen. Der Tierpark muss darauf hin erst einmal geschlossen werden, und das im Sommer! Damit ist auch die Durchführung des geplanten Tierparkfestes in Frage gestellt. Für den Direktor und seine Mitstreiter beginnen damit schlimme Tage der Ungewissheit und des Wartens.
Claudia Herzberg, die Frau aus der Futterküche, hat in dieser Periode auch viel zu tun. Ihr Pflegetalent war in der Vergangenheit mehrfach ausschlaggebend, wenn es um die Rettung von Kleintieren ging. Jetzt muss sie sich intensiv um ein neugeborenes Fohlen kümmern, damit dies weiterhin Tierpark aufwachsen kann. Sie versucht dabei, ihre eigenen Sorgen zu vergessen, die darin bestehen, dass sie und ihr Partner aus nicht zu erklärenden Gründen noch immer kein Kind bekommen konnten.
Das Tierparkfest kann zur Freude aller Mitarbeiter und der Gäste doch noch stattfinden. Als alle in guter Feierlaune sind, bricht Claudia auf einmal zusammen. Der Grund: sie ist nun doch schwanger geworden und hat deshalb einige körperliche Probleme zu bewältigen. Was für Frau Herzberg eine große Freude ist, erweist sich für Mattke in gewisser Weise als Problem: wie soll er für eine solch wichtige Mitarbeiterin Ersatz finden?
Der ehemalige Tierpfleger Henning hatte sich eigentlich nach seinem schweren Arbeitsunfall geschworen, nie wieder das Gelände des Tierparks zu betreten. Doch dann hat er dies aus eigenem Willen heraus revidiert und war Mattke und seinen Mitarbeitern beim Bau der Absperranlage am Rotwildgehege eine große Hilfe. Das war aber eine einmalige Sache; nun stellt sich für ihn erneut die Frage, ob er in Zukunft ohne die Tiere leben kann?

6. “Abschied von den Affen” (Erstausstrahlung: 07.07.1989 I. PR.; Wiederholung: 08.07.1989 I. PR.)
Direktor Mattke fällt die Entscheidung schwer, seinem langjährigen Freund und Mitarbeiter Willi, dem zuständigen Pfleger des Affengeheges, eine andere, körperlich leichtere Aufgabe zuzuweisen. Doch es muss eine Lösung gefunden werden, weil sich Willis Gesundheitszustand immer weiter verschlechtert. Doch wer soll für ihn einspringen? Alle anderen Kollegen sind schon durch den Ausfall von Frau Herzberg mit in die Pflicht genommen, deren Aufgabe mit zu übernehmen. Willi gibt Mattke dann den entscheidenden Tipp, wenn auch nicht gewollt. Dabei geht es um den ehemaligen Raubtierpfleger Henning, der sich inzwischen von seiner Frau getrennt hatte und den Mattke selbst zum Weiterachen im Tierpark überredet hatte. Also übernimmt letztlich dieser das Revier von Willi.
Dieser Wechsel ist aber nicht zugleich das Aus für Willi, der sich vehement währt, zum alten Eisen gezählt zu werden. Als eines Tages die Waschbären ihren abgesperrten Bereich “unerlaubt verlassen”, ist es Willi, der die rettende Idee einbringt, wie man diese Tiere auf angemessene Art wieder einfangen kann. Bei dieser Gelegenheit kommen sich auch die Tierpfleger Christiane und Henning nahe und werden ein Paar. Willi ahnt in diesem Moment noch nicht, dass auch für ihn alsbald die Hochzeitsglocken läuten werden.

7. “Alte Freunde” (Erstausstrahlung: 14.07.1989 I. PR.; Wiederholung: 15.07.1989 I. PR.)
Klaus Bender, der Stellvertreter des Direktors, hat alle Aktivitäten für seine Doktorarbeit abgeschlossen und bereitet sich auf deren Verteidigung vor. Unter den Mitarbeiten des Tierparks wird darüber spekuliert, ob Bender dann den Tierpark wieder verlässt, um sich der wissenschaftlichen Arbeit zu widmen.
Mattke allerdings hat davon keine Kenntnis. Und er hat auch ein ganz anderes Problem zu lösen, für das sein alter Kumpel Willi die Verantwortung trägt und bei dem es um die Problematik einer Fischotterzucht geht. Daneben hat Mattke auch noch eine Auseinandersetzung mit einem alten Schulfreund Benders, der sich erlaubt hatte, vom Aussterben bedrohte Reptilien aus dem Naturschutzgebiet zu “entnehmen”, um sie in sein Terrarium zu verbringen.
Zur großen Freude von Mattke erhält er einige Zeit später von den Behörden die Zustimmung zu seiner Fischotterzucht. Und auch der Herr Terrarienbesitzer lenkt schließlich ein und gibt Mattkes Ansinnen statt. Doch diese positiven Ereignisse für den Direktor werden von den Gerüchten überschattet, die sich um den Weggang von Klaus Bender ranken und die nun auch für Mattkes Ohren deutlich zu vernehmen sind.

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