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SCHLAFLOSE TAGE (1991)

Ein Film des DFF nach dem gleichnamigen Roman von Jurek Becker

Szenarium: Henry Schneider
Szenenbild: Günther Petzold
Kamera: Matthias Tschiedel
Regie: Gabriele Denecke

Personen und ihre Darsteller:

Karl Simrock (Axel Werner), Antonia Kramm (Ulrike Krumbiegel), Ruth Simrock (Ruth Reinecke), Boris (Axel Wandtke), Lothar Kabitzke (Franz Viehmann), Schuldirektor (Ortwin Spieler), Anwalt (Klaus-Peter Pleßow), Schulrätin (Christine Harbort), Zabel (Friedrich Mokroß), NVA-Offizier (Wolfgang Hosfeld), Mutter (Christine Gloger), Dame im Café (Hannelore Fabry), Hausmeister (Ernst-Georg Schwill), Arbeiter (Werner Riemann), Wirt (Tibor Kenderesi), Grenzoffizier (Sándor Kömives), Grenzpolizist (Sándor Teri), Bankangestellte (Agi Olasz), DDR-Tourist (Lothar Bellag), Mädchen (Johanna Friese), David (Paris Bendzus), Frau Wegener (Elke Hilger), Polizistin (Birgit Berthold), Beamtin (Ostara Körner), Anwalt (Willi Scholz), Freund der Mutter (Siegmar Leistner), Mann (Torsten Spohn), Verkäuferin (Petra Erler), ältere Verkäuferin (Christine Poisl).

Weitere Darsteller:

Maria Hügel, Maria Ziegler, Laszlo Nemeth, György Fülöp, Kerstin Obuch, Iris O’ Brien, Birgit Markuse, Günter Kraska, Cornelia Czmok.

Sendedaten:

29.12.1991 LK DFF Erstausstrahlung

Inhalt:

Jurek Becker (1937-1997) hatte seinen Roman im Jahre 1978 verfasst; eine Veröffentlichung in der DDR wurde von offizieller Seite abgelehnt; “Schlaflose Tage” als Beschreibung einer Midlife-Krise eines DDR-Bürgers mir gravierenden Änderungen seines Lebens war schon vom Ansatz her zu kritisch. Das Buch erschien allerdings in der BRD; eine erste Verfilmung aus dem Jahre 1982 entstand unter der Regie von Diethard Klante mit prominenten Schauspielern wie Hannelore Hoger und Hans-Peter Hallwachs. Nach der politischen Wende in der DDR in den Jahren 1989/90 nahm sich nun auch der DFF der Problematik an; die Erstausstrahlung dieses Fernsehfilms erfolgte drei Tage vor der Abschaltung des DFF.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht der 36jährige Lehrer Karl Simrock (Axel Werner). Während einer Unterrichtsstunde verspürt er zum ersten Mal sein Herz, das sich anscheinend “mahnend” bei ihm meldet. Der Mann erschrickt in heftigem Maße, er muss sich einfach auf den Rasen legen, seine gespürte Sterblichkeit überdenken und den Sinn seines bisherigen Lebens überprüfen. Ist seine Ehe noch immer auf Liebe begründet oder nur noch auf Bequemlichkeit?
Diese Überlegungen führen für ihn dazu, einiges grundlegend zu ändern. Er verlässt seine Frau Ruth (Ruth Reinecke) samt pubertierender Tochter, zieht erst einmal bei seiner Mutter (Christine Gloger) ein, weil er auf eine eigene Wohnung wohl jahrelang warten müsste.
Und der Mann nimmt sich vor, auch seine berufliche Tätigkeit neu auszurichten - zu kritischen Geistern will er seine Schüler erziehen. Der erste Schritt dazu: er räumt seinen Schülern ein, nur dann zur Maidemonstration zu gehen, wenn sie es wirklich wollen: Darauf hin erscheinen nur acht Jugendliche zur eigentlichen Pflichtveranstaltung am Kampftag der Internationalen Arbeiterklasse. Das eigenmächtige Handeln Simrocks wird von der Schulleitung entsprechend geahndet.
In einem Tanzlokal macht Simrock in dieser Zeit schlafloser Tage die Bekanntschaft einer jungen Frau namens Antonia (Ulrike Krumbiegel). Noch während des dritten Semesters ihres Physikstudiums musste sie die Uni aus politischen Gründen verlassen. Man versteht sich recht gut, so dass Simrock bei ihr einzieht. Weiter auf der Suche nach dem wahren Leben, arbeitet der Lehrer während der Schulferien einen Monat lang in einer Brotfabrik, und für die darauf folgenden Wochen plant er, mit Antonia nach Ungarn zu fahren. Die junge Frau versucht dort, über die Grenze nach Österreich zu flüchten.
Simrock kehrt in den DDR-Schulalltag zurück und verspricht seinen Schülern, den Unterricht entsprechend ihrer Wünsche neu auszugestalten - leider äußert aber keiner seine Vorstellungen. Als ein Oberleutnant der NVA (Wolfgang Hosfeld) an der Schule für den Einsatz als Berufssoldat wirbt, ist Simrock die einzige Person, die kritische Fragen stellt. Doch damit hat er das Fass zum Überlaufen gebracht: er wird aus dem Schuldienst entlassen. Und setzt darauf hin seine “Karriere” als Brotausfahrer fort, die er schon einen Monat lang erprobt hatte. Als er auf einer dieser Touren einem Rettungswagen begegnet, verspürt er wieder den Herzschmerz, der sein Leben so entscheidend geändert hatte.

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