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KIKERIKI (1988)

Fernsehaufführung eines Schauspiels von Sean O’ Casey

Fernsehredaktion: Gerhard Schubert
Ausstattung: Jürgen Heidenreich
Kamera: Bernd Müller
Musik: Uwe Hilprecht
Fernsehregie: Margot Thyrêt
Inszenierung: Rolf Winkelgrund

Personen und ihre Darsteller:

Michael Marthraun (Kurt Böwe), Mahan (Dietrich Körner), Lorna (Jutta Wachowiak), Loreleen (Barbara Schnitzler), Marion (Simone von Zglinicki), Shanaar (Reimar Johannes Baur), Pater Domineer (Klaus Piontek).

Weitere Darsteller:

Wolfgang Jaster, Roman Kaminski, Frank Lienert, Horst Manz, Thomas Neumann, Johanna Schall, Willi Scholz, Günter Sonnenberg, Horst Weinheimer und Horst Ziethen.

Sendedaten:

07.01.1989 II. PR. Erstausstrahlung

Inhalt:

Das DDR-Fernsehen präsentierte das Stück von Sean O` Casey (1880-1964) in einer Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin. Der Autor schrieb das Stück 1947/48, und im Jahre 1949 wurde es uraufgeführt und in Irland so gleich verboten. Grund dafür sind die im Stück enthaltenen Angriffe auf den katholischen Klerus und die Kritik an der Bigotterie. Und das Schauspiel war in gewisser Weise ein Abgesang auf seine Heimat Irland, weil das Wirken religiöser Fundamentalisten zu übergroßen gesellschaftlichen Verwerfungen und Verwüstungen (“Bürgerkrieg”) geführt hatte, quasi eine Selbstzerfleischung des Landes einzutreten drohte. In O’ Caseys Schauspiel nun werden die in der genannten Realität scheinbar Unerschütterlichen der Lächerlichkeit preisgegeben.
Es ist ein Hahn, in der Inszenierung des Deutschen Theaters von Mannesgröße und mit einem mächtigen roten Kamm, der die Sittenstrengen und Gottesfürchtigen aus der irischen Landgemeinde Nyadnanave durcheinander wirbelt. Für den Landwirt Marthraun (Kurt Böwe) und den Unternehmer Mahan (Dietrich Körner) bewirkt er eine “Erscheinung”, womit er bei selbigen bisher unterdrückte natürliche Leidenschaften aktiviert. Doch die Dorfmächtigen haben sich nicht allein mit den Attacken des kecken Gockels auseinanderzusetzen, sondern sehen sich von streikenden Arbeitern und sich emanzipierenden Frauen bedrängt.
All das treibt Gemeindepfarrer Domineer (Klaus Piontek) an, Pogrome wider jegliche “natürliche” Regungen und aufrührerische Gedanken und Schriften zu initiieren. In einem Anfall von Tobsucht erschlägt er einen Arbeiter, weil dieser angeblich “in Sünde” mit einer Frau zusammen ist. Die hübsche Loreleen (Barbara Schnitzler) entgeht knapp einem Lynchmord und muss das Dorf flugs verlassen - ebenso wie der Hahn, dieses beim Klerus verhasste Symbol eines menschlichen, vorwärts weisenden Lebens.

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