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IRKUTSKER GESCHICHTE (1961)

Fernsehinszenierung eines Schauspiels von Alexej Arbusow

Deutsch von W. Segler
Szenenbild: Eberhard Schrake
Musik: Siegfried Kurz
Fernsehregie: Ruth Heucke-Langenscheidt
Inszenierung: Hannes Fischer

Personen und ihre Darsteller:

Valja (Lissy Tempelhof), Larissa (Traute Richter), Serdjuk (Hermann Stövesand), Sergej (Dietrich Körner), Viktor (Gerhard Lau), Rodik (Klaus Piontek), Alexej (Gerhard Vogt), Laptschenko (Helmut Straßburger), Sinka (Thea Elster), Maja (Doris Abesser), Njura (Katja Kuhl) sowie Rudolf Donath, Lotte Gruner, Gerhard Pröhl, Gerhard Winterlich.
Chor: 1. Sprecherin (Antonia Dietrich), 2. Sprecherin (Brigitte Hecht), 1. Sprecher (Horst Schulze), 2. Sprecher (Ferdinand Felsko),3. Sprecher (Wilfried Weschke).

Sendedaten:

02.02.1961 Erstausstrahlung

Inhalt:

“Ohne Liebe kann man nicht leben” - mit diesem Satz beginnt das Schauspiel von Alexander Arbusow (1908-1986), das er im Jahre 1959 schuf. Damit ist quasi schon das Grundanliegen des Stückes genannt, denn es geht um die schon viele tausende Mal gestellte Frage nach dem Sinn des Lebens. Und ausgehend von der Ideologie, wie sie in den sozialistischen Ländern vertreten wurde, ist diese Frage in der Weise zu beantworten, dass junge, aufstrebende sozial gesinnte Gemeinschaften, mit der die sozialistischen Gesellschaften gemeint waren, dem Menschen eine Perspektive geben und auch die Möglichkeit, das Leben sinnvoll und schön zu gestalten. Dagegen hätte die überlebte kapitalistische Gesellschaft dem Menschen nichts mehr zu sagen und zu geben, die Individuen haben keine Ziele, für die es sich lohnen würde zu agieren, das Dasein selbst ist keine Notwendigkeit mehr. Damit wirft Arbusow diese Frage im ethischen Sinne auf und erkennt für den Sozialismus, dass es die Liebe zwischen Mann und Frau, die Liebe zu den Kindern, die Liebe zum tätigen Menschen ist, die den Sinn des Lebens ausmachen. Die glückhafte sozialistische Gemeinschaft sei schlechthin die wichtigste Schöpfung, die auf der Erde je zu verzeichnen gewesen wäre.
Natürlich schließt der Autor aus, dass alles in dieser sozialistischen Gesellschaft schon gänzlich vollkommen wäre; an einer konkreten Geschichte dreier Menschen offeriert er, wie man mit noch vorhandenen Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten verfahren sollte, um dem Ideal immer näher zu kommen.
Es sind Valja (Lissy Tempelhof), Viktor (Gerhard Lau) und Sergej (Dietrich Körner), deren Leben in entscheidenden Abschnitten geschildert wird. Allen drei ist eigen, dass sie in der sozialistischen Gesellschaft der Sowjetunion heranwuchsen. Und in ihr jetziges Leben nimmt die Liebe mit elementarer Wucht ihren Einzug und wird geradezu zum Prüfstein ihres Daseins. Valja ist eine junge Frau, die sich von den Gegebenheiten treiben lässt. Sie macht ihre Arbeit, um ihr Leben zu fristen, und es gibt kaum etwas, das ihr Interesse erregen könnte. Ihre Freizeit nutzt sie, um sich mit diesem oder jenen Mann zu treffen und zu amüsieren. Gerade jetzt ist Viktor ihr Freund. Ihr Zusammensein halten sie für die Liebe, aber es bleibt immer ein Gefühl des Unerfülltseins. Valja vertritt die Meinung, dass ihr Leben, so wie sie es sich eingerichtet hat, das richtige sei, doch im Innersten ist sie selbst nicht davon überzeugt. Sie fühlt sich einsam, ohne dazu eine Alternative zu sehen - bis sie auf Sergej trifft.
Sergej verfügt über Lebenserfahrungen, er hat manche Prüfung durchlebt, er war verheiratet und musste erleben, wie diese Ehe scheiterte, als er und seine Frau sich nichts mehr zu sagen hatten. Aber er ist ein Kämpfer, vertritt seinen Standpunkt und ist ein Sieger, weil er weiß, dass der Mensch für eine Sache leben und sich einsetzen muss, die größer ist als er selbst, die alle Menschen mit sich trägt - das ist der Aufbau der sozialistischen Gesellschaft. Und dieses Gedankengut lässt auch Valja erkennen, was wirklich Liebe bedeutet und worin der Sinn des Lebens besteht, was ihr selbst dazu verhilft, ein besserer Mensch zu werden.
Der Deutsche Fernsehfunk realisierte diese TV-Produktion mit einem Studiogastspiel des Staatstheaters Dresden.

In den 60er und 70er Jahren wurde dieses Stück als Paradebeispiel des sozialistischen Realismus gepriesen und auf vielen Bühnen der DDR gezeigt.
Der Verlauf der Geschichte, speziell die grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen zu Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts mit dem Untergang des Sozialismus haben den Irrglaube des mit diesem Stück verbundenen inhaltlichen Anliegens offenbart.

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