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BESTIE VON ORAN, DIE (1962)

Ein Fernsehspiel von Hans von Oettingen

Autor: Hans von Oettingen
Dramaturgie: Wolfgang Ebeling
Inszenierung: Hans Knötzsch

Personen und ihre Darsteller:

Dr. Burkhardt (Rudolf Christoph), Janine (Gisela Rimpler), Jusuff (Helmut Hellstorf), Ali (Siegfried Seibt), Dschibut (Fred Lduwig), Mohammed (Hans Ohloff), Colonel Ribeau (Robert Trösch), Capitaine Dubois (Hans-Joachim Hanisch), Leutnant Passy (Günter Haack), Rocknitz (Peter Brang), Dr. Schmidt (Ralph J. Boettner), Dr. Holzmann (Heinz-Werner Pätzold).

Weitere Darsteller:

Jochen Diestelmann, Fritz Mohr, Alexander Leuschen, Horst Hamann, Erika Göpelt, Joe Schorn, Rudolf Napp, Fritz Otto Giese.

Sendedaten:

17.07.1962 Erstausstrahlung

Inhalt:

Der blutige Krieg zwischen Frankreich und Algerien um die Unabhängigkeit des nordafrikanischen Landes tobte von 1954 bis 1962. Am 18. März 1962 wurde dann in Èvian ein Waffenstillstand zwischen den Gegnern vereinbart und das Recht auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung Algeriens in einem Vertrag fixiert. In der darauf folgenden Zeit war der Frieden aber nicht ungestört, weil sich reaktionäre Kräfte wie die Terrororganisation OAS mit einem freien Algerien nicht abfinden wollten. Es kam vielfach zu Mordanschlägen auf die algerische Zivilbevölkerung, Schulen, Krankenhäuser und öffentliche Gebäude waren Ziele dieser barbarischen Aktionen. Aber alle derartigen Versuche, die Kolonialordnung wieder herzustellen, schlugen fehl.
Dieses Fernsehspiel schilderte Ereignisse aus der Zeit nach dem Abkommen von Èvian. Die Handlung führte in die algerische Stadt Oran. Wieder einmal kommt es zu Straßenkämpfen. Ein verwundeter Mann rettet sich in das Hotelzimmer des westdeutschen Wissenschaftlers Dr. Burkhardt (Rudolf Christoph). Letzterer empfindet Sympathie für den Flüchtenden, weshalb er ihm hilft, am Abend in einem seiner Anzüge das Hotel zu verlassen. Burkhardt ist Mitarbeiter des so genannten Deutsch-Afrikanischen Instituts in München. Offiziell eine vom Staat BRD geförderte Einrichtung, ist dieses Haus aber ein Stützpunkt des Geheimdienstes BND, was allerdings den “normalen” Mitarbeitern nicht bekannt ist.
Ein Jahr nach diesem Ereignis kommt es in München zu einem Treffen des BND mit Vertretern der OAS. Es sind schwierige Diskussionen, weil die OAS nach dem Waffenstillstand nicht mehr von der französischen Regierung unterstützt wird. Andererseits sind die BRD und Frankreich NATO-Partner. Ausschlaggebend für weitere Hilfen des BND an die OAS sind dann die Interessen einiger BRD-Industrieller und des westdeutschen Verteidigungsministeriums, das sich an den französischen Atombombenversuchen in der Sahara beteiligt. In dieses perfide Spiel wird Dr. Burkhardt involviert, den man beauftragt, das Ergebnis wissenschaftlicher Forschungen in einem geschlossenem Umschlag nach Oran zu bringen. So die offizielle Version, in praxi enthält das Couvert den neuen Funk-Code der französischen Armee, den der BND ausspioniert hat und der der OAS in Algerien zugespielt werden soll. Zur Überwachung dieses Übermittlungsauftrag hat man die schöne Agentin Janine (Gisela Rimpler) bestimmt, die sich schon in München an die Fersen von Burkhardt heftet - und sich in den Wissenschaftler verliebt!
In Oran angekommen, wird Burkardt von einem “Wissenschaftler” empfangen, der aber Burkardts Sachfragen in keiner Weise beantworten kann. Burkhardt schöpft Verdacht und gibt den Brief zum “Schutz der Forschungsergebnisse” nicht weiter. Doch damit gerät er auch in die Auseinandersetzungen zwischen der OAS und der FLN (Algerische Nationale Befreiungsfront) hinein. Auf Seiten der OAS in Oran agiert an deren Spitze Colonel Ribeau (Robert Trösch), ein zynischer und brutaler Offizier, den man als “Bestie von Oran” bezeichnet, weil er besonders hart gegen Frauen und Kinder, Schulen und Universitäten, vorgeht. Anführer der FLN ist ein gewisser Jusuff (Helmut Hellstorf); er ist jener Mann, den Burkhardt vor einem Jahre im Hotel weitergeholfen hatte. Letzterer lässt sich in Anbetracht der OAS-Taten aber nicht zu unbedachten Handlungen hinreißen, auch dann nicht, als die OAS seine Frau entführt. Janine, eigentlich OAS-Agentin, sagt sich von der verbrecherischen Organisation wegen derer Gräueltaten los und unterstützt nun die FLN. Sie informiert Burkhardt über den wahren Inhalt des Couverts und schickt ihn damit zu Jusuff. Sie selbst betritt ohne die Papiere die OAS-Zentrale und kann im Handstreich Jusuffs Frau befreien. Sie selbst wird von Ribeau dafür erschossen.

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