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EHRBARE DIRNE, DIE (DDR-TV) (1954)

Fernsehaufführung von Szenen aus dem Schauspiel von Jean Paul Sartre

Foto: „Unser Rundfunk“, Nr. 20/1954, Seite 18

Foto: „Unser Rundfunk“, Nr. 20/1954, Seite 18

Inszenierung/Regie: Erich Alexander Winds

Personen und ihre Darsteller:

Lizzy (Gisela Bestehorn), Senator (Max Bernhardt), Fred (Walter Kainz).

Sendedaten:

09.05.1954 Erstausstrahlung

Inhalt:

Das Fernsehzentrum in Berlin realisierte diese TV-Produktion mit einem Gastspiel der Städtischen Theater Leipzig.
Die literarische Vorlage des französischen Romancier und Dramatikers Jean Paul Sartre (1905-1980) war eine scharfe Anklage gegen den Rassenhass in den USA.
Die Handlung des Schauspiels führt in das Jahr 1946 zurück, sie ist in einem der Südstaaten der USA angesiedelt und spielt sich in einer Wohnung ab. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die junge Prostituierte Lizzy (Gisela Bestehorn). In ihrem Badezimmer hält sich Fred (Walter Kainz), ihr Kunde aus der vergangenen Nacht, versteckt. Da es an der Tür geklingelt hat, ermahnt sie ihn, sich ruhig zu verhalten. An der Haustür hat ein Farbiger geläutet, der Lizzy beschwört, für seine Person wahrheitsgemäß vor Gericht auszusagen. Das ganze bezieht sich darauf - dies wird mit Fortgang der Geschichte klar -, dass Lizzy die einzige Zeugin für einen Mord war, als in der Eisenbahn ein Weißer einen Schwarzen aus purem Rassenhass erschossen hatte. Lizzy war mit dem Zug von New York in ihre Heimatstadt im Süden der Staaten zurückgefahren; zwei Schwarze saßen zusammen mit ihr im Abteil, die ihr aber keine Aufmerksamkeit schenkten. Dann kamen vier angetrunkene Weiße ins Abteil, es kam zu einem Schlagabtausch, in Folge dessen ein Weißer einen der Schwarzen erschoss. Der andere Farbige konnte flüchten.
Bei der Polizei liegt die Aussage des Weißen vor, die besagt, dass der Neger sich an Lizzy herangemacht hätte und der Weiße ihn erschoss, um die junge Frau vor weiteren Zudringlichkeiten zu schützen. Die Polizei schenkte dieser Aussage Glauben und leitete eine Fahndung nach dem Schwarzen ein. Lizzy verspricht dem Farbigen, eine Aussage zu seinen Gunsten bei der Polizei zu machen. Nachdem dieser gegangen ist, kommt Fred aus seinem Versteck heraus.
Das Verhältnis zwischen Lizzy und Fred scheint angespannt zu sein, denn der Freier will Lizzy für ihre Dienste nur zehn Dollar zahlen, zumal er sich nicht mehr richtig an den Verlauf der Nacht erinnern könne. Doch dann wird offenbar, dass ein Vetter von Fred die Person war, die den Schwarzen in der Eisenbahn erschoss.
Fred und zwei Polizisten versuchen vergeblich, Lizzy von einer Aussage zu Gunsten des weißen Mörders zu überzeugen. Erst dem Senator (Max Bernhardt) gelingt es, Lizzy die Unterschrift unter eine Falschaussage zu entlocken, nachdem er die junge Frau belehrt hat, doch Mitleid mit der Mutter des Weißen zu haben, die zu Grunde gehen würde, wenn man ihren Sohn wegen Mordes verurteilte.
Lizzy bereut schon kurze Zeit später, dass sie die Falschaussage unterschrieben hat. Denn mit der Entlastung des weißen Mörders ist zugleich die Schuld des schwarzen Zeugen besiegelt und sein Todesurteil vorprogrammiert.

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