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HEUTE BEI KRÜGERS - EPISODENFÜHRER (1960)

Eine Fernsehserie des Deutschen Fernsehfunks in 25 Folgen

Foto: Waltraut Denger; “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 50/1960, Seite 14; im Bild: Horst Kube und Helga Labudda

Foto: Waltraut Denger; “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 50/1960, Seite 14; im Bild: Horst Kube und Helga Labudda

Autoren: Marianne Reinke/Dr. Gerhard Weise
Dramaturgie: Ilse Langosch/Reimar Dänhardt
Szenenbild: Werner Richter/Christoph Lindemann/Otto Kähler/Helmut Bruder
Kostüme: Ursula Neumeyer
Kamera: Hannelore Großmann/Gerhard Leist/Hans-Eberhard Leupold/Horst
Sauer/Günter Siegmann/Erhard Kopitzsch/Werner Schramm/Friedrich
Angermann/Hans Mortan/Klaus-Dieter Ahlgrimm/Jürgen
Gumpel/Ingrid Gericke
Regie:
Wolfgang Thal: Folgen 1,2,3,4,8,9
Gisela Sieber-Franze: Folge 5
Walter Niklaus: Folge 6
Rainer R. Lange: Folgen 7, 10,12,13,14
Rolf Figelius: Folgen 15,16,17,18,19,22,23,24,25
Helmut Krätzig: Folge 11

Personen und ihre Darsteller:

Siehe hierzu die Auflistung im Übersichtsblatt zu "Heute bei Krügers" und die speziellen Daten zu den einzelnen Folgen (unten)

Sendedaten:

Oktober 1960 - Juni 1963, siehe unten bei den einzelnen Folgen

Inhalt:

Folge 1: “Die neue Wohnung” (Erstausstrahlung am 02.10.1960)
Darsteller:
Alois Herrmann, Charlotte Küter, Erich Mirek, Erika Müller-Fürstenau, Joachim Gürtner (erster Darsteller des Walter Krüger), Heidrun Hensel, Hansjürgen Gruner, Helga Labudda, Paula Ronay, Gert Schaefer, Johannes Maus, Gerhard Wollner, Heinz Scholz.
Den Krügers waren die Zuschauer schon irgendwo einmal begegnet - das sieht man auf den ersten Blick, vielleicht in einem der volkseigenen Werke, in der Straße oder im eigenen Haus; jedenfalls hat man den Eindruck der Bekanntschaft schon nach wenigen Minuten des Zuschauens gewonnen. Gleich in der ersten Sendung lernt man die einzelnen Personen der Familie Krüger kennen, so die beiden Älteren, Anna (Charlotte Küter) und Wilhelm (Alois Herrmann) oder auch die jüngste Tochter der beiden namens Inge (Heidrun Hensel). Letztere hat nach Auffassung ihres Bruders Hans (Hans-Jürgen Gruner) einen ganz besonderen Fimmel.
Mutter Anna ist jeden Tag ein paar Stunden im “Kombinat der tausend Kleinigkeiten” tätig, obwohl sie auch nicht mehr die jüngste ist. Da wäre schon Hilfe durch die Familie angesagt, zum Beispiel beim Saubermachen, aber in dieser Hinsicht drückt sich Ilse gern. Was sie beherrscht: in ihrem Zimmer eine sinnvolle, individuelle Unordnung herzustellen und zu verteidigen. Und auf irgend eine Weise hat sie recht, wenn sie trotzig behauptet, dass doch - entgegen der Jahrhunderte währenden Tradition - auch einmal die Männer im Haushalt aktiv werden könnten. In dieser Hinsicht sollte es zwischen Inge und Hans noch einige Scharmützel geben.

Folge 2: “Junger Mann mit Aussteuer” (Erstausstrahlung am 30.10.1960)
Darsteller:
Alois Herrmann, Charlotte Küter, Heidrun Hensel, Hans-Jürgen Gruner, Horst Kube, Paula Ronay
Nach vier Wochen Pause kehrten die Krügers auf die Bildschirme zurück. Wilhelm kennt natürlich seine Kinder, ist aber ganz Familienoberhaupt, als er feststellt: “Bei mir hört Inge aufs Wort”, worauf Anna kontert, in dem sie sagt: “Aufs dritte!”.
Neues und Interessantes ist angesagt, als mitten in die innerfamiliären “Auseinandersetzungen” ein junger Mann mit Aussteuer, nämlich der Matrose Klaus Kühne (Horst Kube), ins Haus hereinschneit. Und dieser Mann scheint vor Selbstsicherheit zu strotzen, denn er mischt sich in die Angelegenheiten der Familie Krüger ganz ungeniert und auf seine eigene Art ein. Wie das bei den Krügers ankommt, zeigt die zweite Folge dieser Serie mit der weiteren Handlung.
Anzumerken wäre noch, dass dieser Besuch des Matrosen bei Krügers natürlich auch bei den Nachbarn Beachtung findet; zumindest möchte Frau Schmidt (Paula Ronay) erst einmal wissen, zu wem der junge Seefahrer eigentlich will, zu Walter, zu Hans oder doch etwa zu Inge?

Folge 3: “Vorweihnachtliche Überraschung” (Erstausstrahlung am 04.12.1960)
Es ist schon wieder vier Wochen her, als die Familie Krüger von einem überraschenden Gast “heimgesucht” wurde, nämlich vom flotten Matrosen Klaus Kühne. Er kam damals zur rechten Zeit und hatte mit Humor einen Streit in der Familie Krüger ausgeräumt. Für Klaus scheint es eine Selbstverständlichkeit, seinen Mitmenschen zu helfen und Probleme zu lösen. Doch gleichsam ist er mir herrlicher Unbefangenheit auch in der Lage, eigenständig neue Probleme zu schaffen.
Weshalb er überhaupt zu Krügers kam, war der Umstand, dass er nach 107 geschriebenen und auch wieder empfangenen Briefen endlich seine Briefmarken-Tauschpartnerin Monika Krüger (Helga Labudda) persönlich kennen lernen wollte. Doch das Kennen lernen ist das eine, seine Weihnachtsüberraschung für die Familie ist das andere. Monika ist von selbiger beeindruckt; ob die anderen Familienmitglieder der Krügers diese Meinung teilten, sollte sich erst noch zeigen.

Folge 4: “Wenn zwei das gleiche tun” (Erstausstrahlung am 15.01.1961)
Darsteller:
Alois Herrmann, Charlotte Küter, Erich Mirek, Erika Müller-Fürstenau, Helga Labudda, Horst Kube, Arthur Jopp, Paula Ronay, Gert Schaefer, Tessy Fehring, Irene Eisermann und die Kinder Siegrid Fesselmeier, Horst Hennig.
Sechs Wochen nach Folge 3 wurde nun im neuen Jahr 1961 die 4. Folge dieser Serie ausgestrahlt. Wieder gab es Neuigkeiten bei den Krügers, wieder kamen neue Personen ins Spiel, wie ein gewisser Professor Goldstein (Arthur Jopp) und die Vertreterinnen eines Kinderheimes (Tessy Fehring als Erzieherin, Irene Eisermann als Leiterin).
Letztere sind mit im Spiel, weil sich die Krügers unbedingt ein Kind wünschen. Da dies auf “natürliche Weise” nicht möglich ist, wollen sie einem Heimkind ein neues Zuhause bieten. Natürlich mischen sich in diese Angelegenheit auch Oma und Opa Krüger ein. Zu guter Letzt bekommen die Krügers gleich zwei Kinder.

Folge 5: “Der widerspenstige Kranke” (Erstausstrahlung am 29.01.1961)
Darsteller:
Alois Herrmann, Charlotte Küter, Erich Mirek, Benno Schramm, Leonore Miersch, Paula Ronay, Heinz Scholz, Marianne Wünscher, W. Eckhardt und die Kinder Berndt, Liesel und Jürgen.
Wilhelm, der Großvater, ist krank, mit seinem Herzen stimmt etwas nicht. Was als Wichtigstes angesagt ist: der Mann braucht Ruhe, weshalb seine Frau Anna energisch versucht, ihn gegenüber den anderen abzuschotten. Aber es ist eben ihr Versuch, denn in dieser Situation passieren Dinge in der Familie, die dann doch nicht spurlos an Wilhelm vorüber gehen dürfen.
Und wenn Anna der Meinung ist, dass ihr Mann endlich einmal zur Ruhe gekommen ist und ihn im Zimmer allein lässt, dann schläft Wilhelm keineswegs, vielmehr grübelt er und macht sich so seine Gedanken um die vertrackte Lage. Bisher war er nie krank gewesen, hat seine Arbeit entsprechend der Anforderungen immer verrichtet, und jetzt in Anbetracht der vielen wichtigen Dinge, die es zu erledigen gäbe, kommt dieser Querschläger mit seinem Herzen und die Aufforderung, zur Kur zu fahren. Wenn man wenigstens für ihn einen verlässlichen Vertreter im Betrieb hätte, aber dieser Emil (Wilhelm-Otto Eckhardt), der dafür vorgesehen ist, wird ihn nicht ersetzen können, schließlich ist er erst 8 ½ Jahre im Werk und damit quasi ein Neuling. So könnte Wilhelm nur versuchen, bei dessen Besuch, der für diesen Tag vereinbart war, ihn entsprechend zu instruieren, was wann wie zu geschehen hat.
Voraussetzung für diese Zusammenkunft ist aber vorab, dass Emil an Anna vorbeikommt, um ins Zimmer von Wilhelm zu gelangen. Der aber hat Humor und Phantasie, um Anna hinters Licht zu führen. Doch bevor diese Unterredung stattfindet, muss sich Wilhelm wieder einmal in die Angelegenheiten seiner Kinder einmischen - aufregend für ihn, aber unabdingbar. Zumindest kann der Großvater nach dieser Aktion und nach der Unterredung mit Emil mit gutem Gewissen zu seiner Kur fahren.

Folge 6: “Der Denkzettel” (Erstausstrahlung am 26.02.1961)
In dieser Folge von “Heute bei Krügers” geht es nicht nur um weitere Episoden rund um die Familie Krüger, es spielen auch mehrere Personen eine Rolle, die die Umgestaltung in der DDR-Landwirtschaft maßgeblich mitgestalten, so Erwin Panse (Peter Marx), seines Zeichens Melkermeister in der LPG Althagen und seine Frau Hedwig, die Mitglied des Vorstandes der LPG Althagen ist. Für die zuständigen staatlichen Organe tritt der Kollege Quengel (Peter Kalisch) in Aktion, er ist Mitarbeiter in der Abteilung Landwirtschaft beim Rat des Kreises Neustadt.

Folge 7: “Glück muss man haben” (Erstausstrahlung am 23.04.1961)
Schon ungeduldig warteten die Fernsehzuschauer auf die 7. Folge der beliebten Familienserie um die Familie Krüger, immerhin waren acht Wochen ins Land gegangen, bis es Neues von ihnen gab. Anzumerken wäre, dass die Rolle der Inge Krüger nicht mehr von Heidrun Hensel, sondern von Use Rainer interpretiert wurde. Und mit Helga Raumer als Ursel Schneider und Heinz Scholz als Max Voigt traten zwei bewährte und viel beschäftigte Protagonisten in Erscheinung.

Folge 8: “Das Aktbild” (Erstausstrahlung am 24.06.1961)
Wurden die ersten sieben Folgen von “Heute bei Krügers” immer am Sonntag gezeigt, so verschob sich nun der Sendeplatz der achten Folge auf Sonnabend, den 24. Juni 1961, 22.00 Uhr. Zu erwähnen wäre zudem, dass in dieser Sendung auch ein damals noch junger Schauspieler einen Fernsehauftritt hatte, der in den darauf folgenden Jahren noch große Rollen am Theater und beim Fernsehen erhalten sollte: Hilmar Baumann (Jahrgang 1939), hier in der Rolle des Wulfi Paschke. Vorher konnte man ihn schon in den DEFA-Filmen “Begegnung im Zwielicht” (Co-Produktion mit Polen”, 1960, und im “Rabauken-Kabarett”, 1961, sehen.
Vom Titel selbst hatten sich wohl manche Zuschauer mehr erhofft, als was dann wirklich zu “sehen” war.

Folge 9: “Das unbeschriebene Blatt” (Erstausstrahlung am 13.09.1961)
Nach einer Sommerpause von über zwei Monaten kehrten die Krügers wieder auf die Bildschirme zurück, allerdings mit einem erneuten Wechsel des Sendeplatzes, dieses Mal war es ein Mittwoch, Sendezeit 20.20 Uhr, an dem die 9. Folge ausgestrahlt wurde. Dafür, dass diese TV-Serie mit populären Schauspielern besetzt war, standen in dieser Folge unter anderem Günther Ballier als Frisör und Horst Preusker als Hubert Kaden.

Folge 10: “Es ist nichts so fein gesponnen” (Erstausstrahlung am 01.11.1961)
Darsteller:
Alois Herrmann, Charlotte Küter, Use Rainer, Erich Mirek, Paula Ronay, Karl Sturm, Horst Hennig und Helga Böhme.
Der erste Teil eines Sprichwortes wurde zum Titel von Folge 10 der Serie “Heute bei Krügers”. Vollendet wird das Sprichwort mit unterschiedlichen Worten wie zum Beispiel “…, es kommt doch an das Licht der Sonnen” oder “…, keine Lüge noch so schlau, die nicht käme an die Sonnen”. Also kurz gesagt: die Wahrheit kommt immer ans Licht, egal wie exzellent der Schwindel vorab sein sollte - auch hier im Kreise der Krügers.

Folge 11: “Der Stein des Anstoßes” (Erstausstrahlung am 29.11.1961)
Darsteller:
Charlotte Küter, Alois Herrmann, Use Rainer, Paula Ronay, Margit Schaumäker, Albert Zahn, Liska Merbach, Gertrud Gaebler-Janssen und Margot Brühling-Reichhardt sowie die Kinder Thomas und Detlev.
Die 11. Folge von “Heute bei Krügers” wurde am 29.11.1961, wieder an einem Mittwoch, um 21.00 Uhr gesendet, Sendezeit in diesem Fall: 40 Minuten. Mitwirkende waren dieses Mal zum Beispiel der viel Beschäftigte Albert Zahn als Robert Schulze und die auch als Fernsehansagerin bekannte Margit Schaumäker in der Rolle der Elisabeth Schulze, der Ehefrau des genannten Robert Schulze.
In dieser Folge rückt Tochter Inge in den Mittelpunkt des Geschehens, da sie sich energisch für die volle Nutzung der Arbeitszeit einsetzt. Dabei deckt sie einige Schlampereien auf und setzt sogar ein Gerücht in die Welt.

Folge 12: “Es hat geklingelt” (Erstausstrahlung am 19.12.1961)
Darsteller:
Alois Herrmann, Charlotte Küter, Erich Mirek, Lothar Dimke, Ilona Richter, Solveig Müller und andere.
Am Dienstag, dem 19. Dezember 1961, zeigte der DFF um 20.00 Uhr den ersten Teil des mit großem Erfolg ausgestrahlten Kriminal-Fünfteilers “Der Ermordete greift ein”. Wer dann trotz der furchtbaren Ereignisse in diesem Krimi noch nicht unter der Bettdecke weilte, hatte Gelegenheit, ab 21.15 Uhr die 12. Folge von “Heute bei Krügers” zu schauen, also wieder einmal am geänderten Sendeplatz und letztmalig im Jahr 1961. Von den hier in Erscheinung getretenen Mimen sei Solveig Müller genannt, sie war in der Rolle der Schwester Ingrid zu sehen.

Folge 13: “Mädchen mit Vergangenheit” (Erstausstrahlung am 31.01.1962)
Darsteller:
Alois Herrmann, Günter Sonnenberg, Hansjürgen Gruner, Paula Ronay, Ruth Langer, Genia Lapuhs, Heinz Behrens, Aggi Riess, Hans-Joachim Preil und die Kinder Achim Witschorek, Sylvia Wulff.
Am fünften Mittwoch im Jahre 1962 wurde die Serie “Heute bei Krügers” mit der 13. Folge unter dem Titel “Mädchen mit Vergangenheit” fortgesetzt. Erwähnenswert unter den Mitwirkenden sind Hans-Joachim Preil als Kammersänger Vilmos Mortens und Heinz Behrens als Leo Prell. Zum vierten Mal führte Rainer R. Lange die Regie.

Folge 14: “Wo der Schuh drückt” (Erstausstrahlung am 07.03.1962)
Darsteller:
Alois Herrmann, Use Rainer, Paula Ronay und andere.
Zur besten Sendezeit um 20..00 Uhr sendete der DFF die 14. Folge von “Heute bei Krügers” mit dem Titel “Wo der Schuh drückt”, es war ein Mittwoch, die Sendezeit belief sich auf 40 Minuten.

Folge 15: “Der Sündenbock” (Erstausstrahlung am 19.04.1962)
Lotte Krüger (Erika Müller-Fürstenau) ist Klassenpatin der 5b, in der ihr Sohn Peter zu den besten Schülern gehört. In ihrer Funktion kommt sich nicht umhin, den Vater von Peters Mitschülerin Margit, Herrn Zoegner (Erich Koster), an seine Erziehungspflichten zu erinnern, weil Margit den Stoff der fünften Klasse nicht mehr bewältigt, ihre Versetzung ist gefährdet. Um überhaupt an ihn heranzukommen, bestellt sie ihn zu seinem ehemaligen Lehrmeister namens Wilhelm Krüger, Lottes Schwiegervater.
Doch zur selben Zeit ist es dann ihr Musterschüler Peter, der Lottes ganze Aufmerksamkeit einfordert, denn er hatte im Deutschunterricht eine “Fünf” erhalten und zudem diese Arbeit selbst unterschrieben, anstatt sie den Eltern vorzulegen. Nun will sich Peters Vater (Erich Mirek) den Jungen einmal vorknöpfen, doch dieser ist nicht in seinem Bett, er hatte wohl geahnt, dass seine Eltern über seine Missetat informiert worden waren. Zuflucht hat er bei Großvater Wilhelm gefunden, bei dem auch Herr Zoegner inzwischen eingetroffen ist. Wilhelm belehrt Zoegner über die Möglichkeiten und Pflichten der Schulausbildung in einem sozialistischen Land, was bedeute, dass ein Vater nicht aus Bequemlichkeit die Erziehung der Tochter vernachlässigen dürfe.
Peter und Margit schildern dann den Sachverhalt der Ärgernisse aus ihre Sicht. Peter hatte Angst, die “Fünf” zur Unterschrift vorzulegen, weil die Mutter schon bei einer “Drei” sehr traurig war, und Margit hatte von ihrem Vater zu hören bekommen, dass er es leid sei, immer ihre “Fünfen” zu unterschreiben - das könne sie in Zukunft selbst übernehmen. Insofern waren eigentlich jeweils die Eltern die Sündenböcke. Aber auch in diesem Fall hat Wilhelm Krüger einen Tipp parat: Lotte solle doch einen kleinen Kinder-Lernzirkel eröffnen, in dem Peter, Margit und ein paar andere Kinder gemeinschaftlich lernen können, womit allen geholfen sei.

Folge 16: “Das Goldene Tor” (Erstausstrahlung am 06.06.1962)
Darsteller:
Alois Herrmann, Use Rainer, Dieter Perlwitz, Gisela Büttner, Karl Kendzia, Else Wolz, Hans-Joachim Glaeser, Willi Schrade, Paula Ronay und Axel Triebel.
In dieser Folge spielt “König Fußball” eine ganz entscheidende Rolle. Hans Krüger (Dieter Perlwitz) ist aktiver Fußballspieler. In einem Entscheidungsspiel trifft seine Mannschaft auf “Motor Angerhausen”. Für Hans bedeutet dieses Match Belastung in mehrerer Hinsicht: zum einen muss er gegen die Abwehr der gegnerischen Mannschaft anstürmen, zum anderen gegen den in Unsportlichkeit ausufernden Lokalpatriotismus der Familie Vogel. Zu dem muss Hans konstatieren, dass seine Freundin, Gerti Vogel (Gisela Büttner) im Verlauf des Spiels mehrfach im “Abseits” steht, was für ihre junge Liebe fast das “Aus” bedeutet hätte.
Im Spiel selbst wird getrickst und gefoult, bis der fällige Elfmeter das Spiel entscheiden sollte - eben das “Goldene Tor”.

Folge 17: “Eine kleine Nachtmusik” (Erstausstrahlung am 04.07.1962)
Eine fröhliche Betriebsversammlung war zu Ende gegangen. Auf dem nächtlichen Weg nach Hause versuchen Wilhelm Krüger und einige seiner Kollegen, darunter der farbige Praktikant Abu (Mohamed Achmed) Zigaretten aus einem Automaten zu ziehen. Doch sie müssen feststellen, dass offenbar alle Automaten in ihrem Umfeld leer sind. Obwohl ihnen das Rauchen für diesen Abend vergangen ist, wollen sie trotzdem ihre berechtigte Kritik noch an den Mann bringen, und der heißt, laut Schild an den Automaten, Martin Brosäml (Horst Lommatzsch).
In Brosämls Behausung wird aber gerade Verlobung gefeiert, so dass keiner das Klingeln der Einlass Begehrenden hört. Deshalb beschließen diese, ein kleines nächtliches Konzert vor dem Haus zu geben, bei dem auch Abu mit seiner Trommel zum Einsatz kommt. Brosäml hält das ganze zuerst für eine Art musikalischen Glückwunsch; als er aber den wahren Grund für die Gegenwart der anderen erfährt, reagiert er gereizt und redet von “Bestückungsplänen, Dienstzeiten und Vorschriften”. Letztlich erweist er sich als sturer Bürokrat, der auch ein Angebot der Volkspolizei zur Vermittlung in dieser Sache ausschlägt.
Die Auseinandersetzung wird deshalb auf dem Polizeirevier fortgesetzt, in dem Wilhelms Sohn Walter (Günter Sonnenberg) seinen Dienst verrichtet. Seinen Vater und dessen Kollegen bestraft er mit 3.- DM gebührenpflichtiger Verwarnung wegen nächtlicher Ruhestörung, und Brosäml kündigt er ein entschlossenes Vorgehen gegen sturen Bürokratismus an, weil dies den Ruf des sozialistischen Handels schädige. Brosäml verlässt uneinsichtig das Revier.
Dann gibt es noch eine positive Überraschung: Abu, der bei dem “Gespräch” auf dem Revier nicht zugegen war, kommt herein und bietet den Verblüfften Zigaretten an. Diese hätte ihn Herr Brosäml übergeben, nachdem ihm Abu das Zauberwort “Ausländische Delegation” zugeflüstert hatte, und das scheint einige zuvor fest verschlossenen Türen zu öffnen.

Folge 18: “Das Kuckucksei” (Erstausstrahlung am 04.11.1962)
Nach einer Pause von vier Monaten gab es am Sonntag, dem 4. November 1962, um 15.00 Uhr die nächste Folge von “Heute bei Krügers”. Auch in dieser Geschichte um das Kuckucksei waren neben den Krügers wieder einige andere Prominente vom DFF und der DEFA zu sehen, so Fritz Diez als Professor Berthold und Rolf Ripperger als Eberhard Klausner; letzterer war auch aus Sendungen des DDR-Rundfunks bekannt geworden. Diese Folge hatte eine Sendezeit von 45 Minuten.

Folge 19: “Guter Rat ist teuer” (Erstausstrahlung am 02.12.1962)
Dies war die vorletzte Episode der Reihe “Heute bei Krügers” im Jahre 1962, gesendet am Sonntag, dem 2. Dezember, Sendezeit: 40 Minuten. Von den Mitwirkenden neben den Krügers sei hier der populäre Schauspieler Erik Veldre (Jahrgang 1932) als Jochen Obenauf erwähnt. Er war bis dato schon mit einigen Rollen aus DEFA-Filmen bekannt geworden so 1959 in “Das Leben beginnt” als Rolf Gruber und 1960 in “Ein Sommertag macht keine Liebe” als Hannes.

Folge 20: “Die Arche Noah” (Erstausstrahlung am 23.12.1962)
Darsteller:
Charlotte Küter, Alois Herrmann, Günter Sonnenberg, Ruth Langer, Sylvia Wolff, Berti Deutsch, Otto Zedler, Margot Brühling, Aggi Riess und andere.
Sylvia (Sylvia Wolff) könnte man noch zu den kleineren Mädchen zählen, und eben diese haben hin und wieder so ihre eigenen Einfälle, und die Folgen sind manchmal überraschend. Eines Tages begibt sich Sylvia, obwohl sie das bis dato nicht wollte, zu ihrer Untermieterin (Aggi Riess) hinüber. Auch wenn dies eigentlich eine zurückhaltende Frau ist, finden die beiden doch schnell Kontakt. Sylvia ist zunächst von den Keksen, die es hier gibt, begeistert, noch mehr angetan ist sie aber von der Arche Noah, einer Weihnachtsspieluhr, die das Wohnzimmer der Nachbarin ziert. Leider fehlen diesem Schmuckstück einige Figuren, und eine Reparatur ist sicherlich sehr teuer. Aber Sylvia findet dann doch eine Möglichkeit, wie man die Uhr wieder komplettieren könnte, und die Erwachsenen sind erstaunt ob des Einfallsreichtums des Mädchens.

Folge 21: “Das Hausmittel” (Erstausstrahlung am 27.01.1963)
Darsteller:
Charlotte Küter, Alois Herrmann, Bärbel Bolle, Dieter Perlwitz, Günter Sonnenberg, Ruth Langer, Berti Deutsch, Erik Veldre.
Else Bachmann (Berti Deutsch) wohnt nun schon einige Monate zur Untermiete bei Familie Krüger. Zu Anfang des Mietverhältnisses war das Klima zwischen beiden Parteien eher frostig gewesen, doch mit der Zeit ging man mehr und mehr freundlich miteinander um. Insofern ist die Untermieterin kein “Problem” mehr für die Krügers, ganz im Gegenteil - man schätzt ihren Rat. In diesem Fall nun geht es um ein “Hausmittel”, das Frau Bachmann parat hat. Ob und wie es genutzt wird, hängt im wesentlichen von Inge und Jochen Obenauf ab, denn um deren Zukunft geht es dabei.

Folge 22: “Amor hat kalte Füße” (Erstausstrahlung am 25.02.1963)
Darsteller:
Charlotte Küter, Alois Herrmann, Berti Deutsch, Lutz Friedrich, Angelika Waller, Dieter Perlwitz, Gerd Scheibel, Herbert Kirsten, Günter Meier und Rudolf Napp.
Wieder einmal ein neuer Sendeplatz für die Serie “Heute bei Krügers”, Montag, 25.02.1963, 21.55 - 22.45 Uhr; die Zeitschrift “Funk und Fernsehen”, Nr. 9/1963, Seite 12, schreibt dazu:
“Stellen Sie sich vor, Sie kommen nachts um zwei Uhr nach Hause, und ein wildfremdes, aber verteufelt hübsches Mädchen steht vor Ihrer Tür und bittet: `Darf ich in Ihrer Wohnung übernachten?` Hans, Ordnungshüter und jüngster Sohn der Familie Krüger, gerät in diese Situation. Anette heißt das Mädchen, es ist 18 Jahre alt und weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen. Was soll Hans tun, sich moralisch entrüsten oder die Angelegenheit dienstlich auffassen? Und wenn man die Sache von dieser Seite betrachtet, dann gebietet der Anstand und die Pflicht, dem obdachlosen jungen Mädchen Asyl zu gewähren!
Anettes Vater, Gustav Roller, gerät auf fast ebenso seltsame Weise in die Krügersche Wohnung. Aber ehe er sich über seine Tochter entsetzen kann, hält er den Schwarzen Peter in der Hand …”

Folge 23: “Das Charakterstück” (Erstausstrahlung am 24.03.1963)
Darsteller:
Charlotte Küter, Alois Herrmann, Bärbel Bolle, Dieter Perlwitz, Erik Veldre, Berti Deutsch, Lutz Friedrich, Angelika Waller, Siegfried Höchst, Gerd Scheibel, Kurt Henning, Friedrich Teitge.
Die Ausstrahlung der 23. Folge der Serie “Heute bei Krügers” war wieder auf einen Sonntag gelegt wurden, Sendezeit: 16.00 - 16.45 Uhr.

Folge 24: “Das Spiegelbild” (Erstausstrahlung am 28.04.1963)
Darsteller:
Charlotte Küter, Alois Herrmann, Günter Sonnenberg, Ruth Langer, Dieter Perlwitz, Sylvia Wulff, Gisela Graupner, Micaela Kreißler, Hans-Joachim Preil, Fritz Decho.
Walter Krüger (Günter Sonnenberg) hat so seinen Ärger im Verhältnis zu seiner Frau. Zum einen ist sie sehr oft mit dem Theater unterwegs, zum anderen - wenn sie schon einmal einen Abend zu Hause anzutreffen ist - bringt sie auch noch Besuch mit, Herrenbesuch! Das ganze sei natürlich nur aus Gründen des gemeinsamen Arbeitens unabdingbar. Doch für Walter ist nun das Maß voll, er ist entschlossen, sich in dieser Angelegenheit zu rächen.

Folge 25: “Ende gut - alles gut!” (Erstausstrahlung am 09.06.1963)
Darsteller:
Angelika Waller, Dieter Perlwitz, Berti Deutsch, Lutz Friedrich, Bärbel Bolle, Erik Veldre, Ruth Langer, Günter Sonnenberg, Fritz-Ernst Fechner, Sylvia Wulff, Charlotte Küter und Alois Herrmann.
Die 25. und letzte Folge mit dem Titel “Ende gut - alles gut!” flimmerte am Sonntag, dem 9. Juni 1963 über die Bildschirme. Die Zeitschrift “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 24/1963, Seite 11, führte dazu aus:
“Fast drei Jahre lang sind wir nun (über den Bildschirm) mit der Familie Krüger aus Neustadt bekannt. In jeder Folge der Sendereihe gab es Neuigkeiten zu berichten, heitere Zwischenfälle, kleine und große Aufregungen. Jetzt aber heißt es Abschied nehmen von den vertraut gewordenen Gesichtern, denn Krügers wollen sich aus der Fernsehöffentlichkeit ins Privatleben zurückziehen. Gönnen wir Mutter Krüger und ihrem stets schmunzelnden Wilhelm die Ruhe; denn das letzte Jahr hat ihnen Aufregungen genug gebracht. Nur den letzten Zwischenfall wollen wir noch miterleben. Er ereignet sich unmittelbar vor der großen Doppelhochzeit, die die Familie feiern will. Er versetzt Mutter Krüger und andere Beteiligte in Unruhe. Aber dann kann man doch aufatmend feststellen: `Ende gut - alles gut!` “

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