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BERNARDA ALBAS HAUS (INSZENIERUNG 60ER JAHRE) (1964)

Fernsehinszenierung eines Schauspiels von Federico Garcia Lorca

Foto: “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 14/1964, Seite 14; im Bild: Erika Dunkelmann in der Titelrolle.

Foto: “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 14/1964, Seite 14; im Bild: Erika Dunkelmann in der Titelrolle.

Deutsch von Enrique Beck
Szenenbild: Herbert Michel
Kostüme: Ute Roßberg
Musik: Kurt Schwaen
Inszenierung: Lothar Bellag

Personen und ihre Darsteller:

Bernarda Alba (Erika Dunkelmann), Maria Josefa (Anneliese Reppel), Augustias (Johanna Clas), Magdalena (Sabine Thalbach), Amelia (Annegret Golding), Martirio (Ursula Schucht), Adela (Monika Lennartz), La Poncia Ursula Braun), Magd (Brigitte Lindenberg), Prudencia (Carola Braunbock).

Weitere Darsteller:

Gertrud Gerwing, Traudi Harprecht, Angelika Waller, Ruth Schwinning, Hilde Abraham, Rita Hempel.

Sendedaten:

29.03.1964 Erstausstrahlung; 28.12.1967 Wiederholung

Inhalt:

Die Frauentragödie von Federico Garcia Lorca (1899-1936) wurde am 8. März 1945 in Buenos Aires uraufgeführt.
Bernarda Alba (Erika Dunkelmann) hat ihren Mann verloren, unter dem Geläut der Kirchenglocken trägt man ihn zu Grabe. Nach dem Begräbnis betreten Verwandte und Nachbarn seit langer Zeit wieder einmal ihr Haus. Bernarda verachtet sie alle, mit Stolz und Hochmut gibt sie ihnen das zu verstehen. So steht sie nach dem Tod ihres Gatten quasi allein auf der Welt, denn von ihren Töchtern wird sie nicht geliebt, von ihren Mägden wird sie gefürchtet, und ihre Nachbarn bringen ihr ihrerseits Verachtung entgegen. Bernarda Alba ist mit diesem Zustand zufrieden, denn ab jetzt gilt nur noch ihr Wort oder besser: ihr Befehl. Und niemand wagt es, sich dagegen aufzulehnen; das ganze Haus leidet unter dem furchtbaren Druck ihrer überlebten Ansichten.
Doch die Gedanken und Wünsche der Mädchen und jungen Frauen kann auch Bernarda nicht einsperren, ebenso wie die Welt sich nicht aus ihrem Umfeld verbannen lässt. Die eingesperrten Mädchen hören sehr wohl die lebenslustigen Lieder der Erntearbeiter, wenn sie des Nachmittags von der Arbeit unter der glutroten Sonne Spaniens heimkehren.
Aus der Sehnsucht und den Träumen der Mädchen erwächst aber letztlich keine von ihnen gewünschte und andauernde Realität. Die Verzweiflung der Mädchen gipfelt im Selbstmord der Adela (Monika Lennartz), nachdem sie die Nähe eines Mannes gesucht hatte und dabei ertappt wurde. Der dabei entstandene Lärm lockt die Nachbarn herbei, aber auch im Angesicht der tragischen Ereignisse bewahrt sich Bernarda gegenüber diesen die Fassung: hartherzig und gefasst verkündet sie, dass Adela jungfräulich und rein gestorben ist - die Ehre des Hauses bleibt unbefleckt.

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