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MÄRKISCHE CHRONIK I (EPISODENFÜHRER) (1982)

Serie des Fernsehens der DDR von Bernhard Seeger in 12 Folgen

Szenarium: Bernhard Seeger (nach seinem Roman “Menschenwege”)
Dramaturgie: Dr. Heide Hess
Szenenbild: Heike Bauersfeld
Kostüme: Ewald Forchner
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Günter Heimann
Aufnahmeleitung: Günter Berger/Holger Bohm
Regie: Hubert Hoelzke

Personen und ihre Darsteller:

Hannes (Gerd Blahuschek), Janne/Paula (Ute Lubosch), Wilm (Walter Plathe), Alma (Renate Geißler), Kleinert (Hans Klering), Mutter Kleinert (Christel Peters), Gutsfrau Sieglinde Zahn (Ursula Karusseit), Jupp Keuner (Jürgen Heinrich), Grauling (Wolfgang Dehler), Pfarrer Weihmann (Martin Hellberg), Briefträger Dreibrodt (Horst Schulze), Frau Dreibrodt (Heide Kipp), Käthe Wunderlich (Karin Schröder), Siegfried Zahn (Klaus-Peter Thiele), Mirsa (Jurij Kramer), Iwan (Alexej Resnik), Martin Schlosser (Hartmut Beer), Ritter (Harald Warmbrunn), Ulrike (Marina Krogull), Susi (Helga Piur), Mutter Keuner (Helga Göring), Rita (Micaela Kreißler), Bürgermeister Keller (Eberhard Mellies), Lehrer Dudei (Edgar Külow), Edwin Zahn (Peter Friedrichson), von Fock (Adolf-Peter Hoffmann), Notar Heimchen (Hannes Fischer), Wirt (Paul Berndt), Alter mit Krähstimme (Walter Lendrich), Otto (Harald Moszdorf), Gustav (Willi Neuenhahn), Heiner Keller jun. (Klaus Nietz), junge Frau (Margot Busse), Bauer auf Standesamt (Günter Puppe), dicke Frau (Maria Romakina), Schutzmann (Werner Senftleben), Karl-Friedrich, Fahrer von Grauling (Frank Schenk), zwei Hundeführer (Reinhard Scheunemann/Karl Sturm), Frau Gäbler (Ilse Bastubbe), Schäfer Matthes (Fred Delmare), Frau Niemand (Sina Fiedler), Alter mit Krückstock (Wilhelm Gröhl), Frau Miele (Monika Hetterle), Egon, HJ-Scharführer (Ronald Kannengießer), Goldeck (Berthold Schulze), Schuster (Joachim Tomaschewsky), Frau Keller (Ursula Braun), alte Frau (Elli Jessen-Somann), Krämerin (Eva Schäfer), Frau von Fock (Anne Wollner), Mann von der dicken Frau (Victor Keune), General (Heinz Laggies), politischer Leiter (Harry Merkel), Friedhofsarbeiter (Manfred Ott), kleiner Leutnant (Hans-Jürgen Silbermann), Klara Dudei (Evamaria Bath), Zigeuner (Fritz Marquart), Kind Janek (Grit Jänicke), Kind Katrin (Stella Türk), Frau Ballermann (Ilona Brömmer-Weiß), Mutter Zander (Charlotte Stähnisch), Witwe Kohl (Ursula Christowa-Staack), sowjetischer Feldwebel (Hans- Joachim Entrich), Ruth von Fock (Christine Harbort), Dr. Hieber (Heinz Hellmich), Sperling (Fred Ludwig), Wünscher (Otmar Richter), Tochter von Fock (Viola Schweizer), Rotarmist (Jürgen Sebert), sowjetischer Kommandant (Petr Skarke), Adi Axmann (Gerd Staiger), Oskar Gärtner (Rudolf Ulrich), Mutter (Gertrud Brendler), Richter (Werner Ehrlicher), Pfarrer Schwarz (Hans-Joachim Hegewald), Kamenski (Peter Pauli), Buckel (Lutz Stückrath), Angler/Portier (Herbert Manz), Heidenreich (Wolfram Handel), Fähnrich (Heinz-Peter Linse), Frau Schuster (Angela Brunner), Landser (Klaus-Dieter Klebsch), Männchen (Siegfried Seibt), Kunze (Kurt Radeke), Mütterchen (Jarmila Kalovská), Lehrer Hilscher (Jürgen Trott), Flüchtling (Werner Kamenik), Friedhelm Gärtner (Jürgen Huth), Sänger (Wilhelm Krombholz), Jupps Fahrer (Hubert Hoelzke), dicker Mann (Arnim Mühlstädt), Frau mit Turban (Katharina Rothärmel), alte Frau mit Hut (Erika Stiska), Hiedrich (Robert Hanke), Wenigstein (Klaus Rätsch), Arzt (Matthias Molter), vier Kinder von Miele (Axel Pohl/Rony Herzog/Christian Lehmann/Mike Klettke), Stationsvorsteher (Horst Giese), Baby (Tino Schröder), Diener von Fock (Hans-Gotthilf Brown), Mann mit Panzersperre (Lubomir Kostelka), Frau Gärtner (Rosemarie Herzog), zahnloses Mütterchen (Trude Brentina), Organist (Karl-Ernst Sasse), SS-Mann (Wolf-Heinrich Schultz), Parteibonze/Politleiter (Günther Götze), vier Offiziere (Eberhard Wintzen/ Jochen Diestelmann/Peter Sippach/Werner Pfeifer), Zivilist (Gerhard Wien), drei SA-Männer (Horst Papke/Hans Feldner/Peter Wicke), kleiner Junge (Thomas Baade), junge Frau (Kerstin Sanders-Dornseif), schmaler Junge (Frank Jänike), Junge (Ulrich Sens), Adliger (Angel Stojanow).

Sendedaten:

siehe bei den einzelnen Episoden (unten)

Inhalt:

Folge 1: “Junge Leute” (1939)
Sendedaten:
09.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 10.01.1983 I. PR. WDHL; 31.10.1988 II. PR. WDHL.
Man schreibt das Jahr 1939, es ist früher Sommer im märkischen Dorf Güterlohe. Für die jungen Leute im Ort ist dies hier “ihre Welt”, so für den Knecht Wilm Sichler (Walter Plathe) und die Magd Alma (Renate Geißler), aber auch für Hannes (Gerd Blahuschek) und Janne (Ute Lubosch), die Adoptivkinder des Wagenbauers Kleinert (Hans Klering). Alle gehen sie ihrer täglichen Arbeit nach und träumen von einer Zweisamkeit mit dem geliebten Partner, von der Hochzeit, die man bald feiern will, und von eigenen Kindern. Keiner von ihnen ahnt, was ihnen die kommenden Jahre wirklich bescheren werden, denn der Krieg ist nicht mehr weit. Vorher aber kommt mit Jupp Keuner (Jürgen Heinrich), Dachdecker aus der nahen Stadt, ein anderer Unruheherd ins Dorf. Er macht den Frauen des Dorfs schöne Augen, auch eine Affäre mit Janne hat er im Blickfeld. Dadurch gibt es Spannungen zwischen Hannes und Jupp. Doch dann legt Jupp bei einer Schlägerei den Sohn des Bürgermeisters, eines Nazis, aufs Kreuz, und von diesem Zeitpunkt an sind Hannes, Wilm und Jupp Freunde. So verbringen die drei in den darauf folgenden Wochen auch viel Zeit miteinander. In ihren Gesprächen spielt der herannahende Krieg immer mehr eine Rolle und auch die Frage, wie sich der einzelne dazu verhalten wird. Jupp ist entschlossen, nicht für die Nazis in den Krieg zu ziehen, Wilm hingegen glaubt an eine große Chance zur Änderung seines Lebens, wenn der Krieg beginnen sollte.

Folge 2: “Ein Unwetter braut sich zusammen” (1939)
Sendedaten:
12.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 13.01.1983 I. PR. WDHL; 03.11.1988 II. PR. WDHL.
Nun ist es wirklich so weit gekommen: im September 1939 marschieren deutsche Truppen in Polen ein. Jupp und Hannes befürchten für alle Leute im Dorf nichts Gutes, nur Wilm sieht jetzt seine Chance gekommen, seiner Pein als Knecht zu entfliehen. Aus diesem Grunde verwehrt er gegenüber Jupp auch die Mitarbeit, als der an eine Havelbrücke die Losung “Wehrt Euch gegen Hitlers Krieg” auftragen will. Bei dieser nächtlichen Aktion werden Jupp und Hannes von eine Abteilung der Wehrmacht überrascht, sie entschließen sich zu fliehen, doch beim Sprung von der Brücke verletzt sich Jupp schwer am Kopf. Zum Glück findet er dann einen Unterschlupf bei Pfarrer Weihmann (Martin Hellberg), der ihn so lange pflegt, bis er wieder gesund ist. Während dieser Zeit erhält Wilm “endlich” seine Einberufung zu den Hitlertruppen. Hannes und Wilm gehen im Zorn auseinander.
Sturmbannführer Grauling (Wolfgang Dehler) ist mit Nachdruck damit befasst, die Verursacher der “Schmierereien” an der Brücke zu ermitteln. Der Lehrer Dudei (Edgar Külow) bläst in das gleiche Horn wie der Nazi in Uniform: er bespitzelt die Dorfbewohner. Grauling handelt wie ein Kripo-Beamter, als er an der Brücke verharrt, in der Hoffnung, dass der “Täter” zum Ort seiner “Tat” zurückkehrt. Leider warten er nicht umsonst: Jupp, der inzwischen genesen ist, begibt sich am Hochzeitstag von Hannes und Janne noch einmal zur Brücke, um seine Aufschrift bei Tageslicht zu begutachten. Dort wird er umgehend von Grauling verhaftet und in Gewahrsam genommen. Hannes kann seinem Freund nicht mehr helfen, kurz nach seiner Hochzeit wird er zur Front befohlen.



Folge 3: “Liebesgaben aus Frankreich” (1940)
Sendedaten:
16.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 17.01.1983 I. PR. WDHL; 07.11.1988 II. PR. WDHL.
Inzwischen schreibt man das Jahr 1940, acht Monate des Kriegs liegen hinter den Menschen, betroffen sind auch die Leute aus Güterlohe. Wilm ist der erste “Urlauber”, der von der Front in das Dorf auf Besuch zurückkommt, von daher ist er fast eine kleine Attraktion. Erst jetzt erfährt er, dass sein ehemaliger Freund Jupp wegen der “Brückenbemalung” zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Seine Freunde und Helfer hatte Jupp nicht verraten.
Der Sohn von Briefträger Dreibrodt (Horst Schulze) wurde auch zum Wehrdienst eingezogen und an die Front befohlen. Seit er weg ist, haben die Dreibrodts noch keine Nachricht von ihm erhalten. Das bedrückt Frau Dreibrodt (Heide Kipp) in ungeahntem Maße, macht sie krank, so dass sie sogar das Haus nicht mehr verlässt. Ihr Mann hat als ehemaliges SPD-Mitglied einen schweren Stand bei seinem Vorgesetzten. Trotz allem bewahrt er einen kühlen Kopf; er schreibt sogar -stellvertretend für seinen Sohn -Briefe an das Zuhause, wodurch Frau Dreibrodt wieder Hoffnung schöpft. Als Dreibrodt eine Vermisstenanzeige betreffs seines Sohnes erhält, informiert er seine Frau nicht darüber.
Einige Zeit später kehrt Wilm erneut nach Güterlohe zurück, doch dieses Mal hat er keinen Urlaub, er kommt vielmehr als Kriegsversehrter mit einem amputierten Bein. Alma hält aber zu ihm, und die Gutsfrau (Ursula Karusseit) stellt ihn trotz seiner Behinderung wieder als Knecht ein. Bei einer Begegnung Wilms mit den Dreibrodts teilt er ihnen mit, dass er den Tod ihres Sohnes Wolfs miterlebt habe. Frau Dreibrodt bricht in Folge dieser Nachricht völlig zusammen.

Folge 4: “Die Schicksalsboten” (1941)
Sendedaten:
19.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 20.01.1983 I. PR. WDHL; 10.11.1988 II. PR. WDHL.
Wieder ist ein Jahr vergangen. Mutter Kleinert (Christel Peters) verstirbt nach einem schweren Herzanfall. Trotz dieses traurigen Ereignisses erhält Hannes keinen Urlaub, um an der Beisetzung teilnehmen zu können. Zur Todesfeier selbst wird Güterlohe von einem schweren Unwetter heimgesucht, so dass Wilm und Anna die einzigen Trauergäste sind.
Von der Front erreicht die Leute die Nachricht, dass Hannes und Edwin (Peter Friedrichson), der Sohn der Gutsfrau, zusammen an einem Frontabschnitt vor Moskau eingesetzt sind.
Briefträger Dreibrodts Leben nimmt qualvolle Züge an: zum einen wurde seine Frau nach der Todesnachricht, ihren Sohn betreffend, in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, zum anderen ist er es, der den Leuten die Hiobsbotschaften von der Front zu übermitteln hat. Vermisstenanzeigen und Todesnachrichten sind keine Seltenheit mehr. Käthe Wunderlich (Karin Schröder), ebenfalls bei der Post angestellt, glaubt, sich um Dreibrodt kümmern zu müssen, schließlich soll seine Frau nicht mehr aus der “Anstalt” zurückkehren können. Kurzfristig entschließt sie sich sogar, mit Dreibrodt ab sofort zusammen zu leben.
Eines Tages hört Dreibrodt bei seinem Gang durchs Dorf die Schreie einer Frau, es ist Rita (Micaela Kreißler), die zwar schon seit zwei Jahren Witwe ist, aber nun in aller Abgeschiedenheit ein Kind zur Welt bringen will. Niemand im Dorf hatte von ihrer Schwangerschaft gewusst. Als Vater könnte Bürgermeister Keller (Eberhard Mellies) in Betracht kommen, das Kind aber wird tot geboren.
Dann erwartet auch Käthe ein Kind, und trotz der Wirren, die der Krieg ins Dorf getragen hat, freuen sich Dreibrodt und sie auf den gemeinsamen Nachwuchs.

Folge 5:
“Die Gutsfrau und ihr Herr” (1943)
Sendedaten:
23.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 24.01.1983 I. PR. WDHL; 14.11.1988 II. PR. WDHL.
Gestapomann Grauling lässt nicht von Jupp Keuner ab, regelmäßiger verprügelt er ihn brutal in seiner Zelle. Grauling will sich zudem wegen des verlorenen Boxkampfs gegen Jupps Vater rächen. Jupp hat trotz der Repressalien keinen seiner Freunde verraten.
Wilm und Alma arbeiten weiterhin auf dem Gutshof. Wilm wünscht sich so sehr, mit ihr zusammen ein Kind zu haben, aber Alma will derzeit all ihre Kräfte einsetzen, um die Gutsfrau zu unterstützen.
Siegfried Zahn (Klaus-Peter Thiele), Sohn der Gutsfrau, wird für seine “treuen Dienste am Vaterland” das Eiserne Kreuz in Gold verliehen. Die Verleihung dessen soll in der nahe gelegenen Stadt erfolgen, die Gutsfrau lässt sich von Wilm dorthin kutschieren. Bei dieser “Veranstaltung” macht die Gutsfrau die Bekanntschaft von Grauling, der ihr diverse Avancen macht, auf die die Gutsfrau mit Wohlwollen reagiert. Doch Grauling ist immer im Dienst, weshalb er seine neue Bekanntschaft nutzt, um Informationen über die Leute von Güterlohe zu sammeln. Er hat sogar das Ansinnen, das Weihnachtsfest auf dem Gutshof mit ihr, Wilm und Anna zu feiern; das aber lehnt die Gutsfrau ab, weil sie meint, dass Gesinde und Herrschaft nicht an einem Tisch Platz nehmen sollten.
Briefträger Dreibrodt hat in diesen Tagen wieder Todesnachrichten zu überbringen: dieses Mal betrifft es Hannes, der gemeinsam mit Edwin, dem anderen Sohn der Gutsfrau, gefallen ist. Janne ist zutiefst erschüttert, sie hat gerade einen Jungen geboren und kann einfach nicht glauben, dass Hannes nicht mehr leben soll.

Folge 6: “Der Brief aus Breslau” (1944)
Sendedaten:
26.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 27.01.1983 I. PR. WDHL; 17.11.1988 II. PR. WDHL.
Man schreibt inzwischen das Jahr 1944, und der Krieg greift mehr und mehr auf Deutschland über. Janne will den Tod von Hannes immer noch nicht wahrhaben. Sie führt viele Gespräche mit Pfarrer Weihmann und leiht sich bei ihm Bücher aus. In diesen Tagen erreicht Weihmann ein anonymer Brief aus Breslau, in dem mitgeteilt wird, dass Hannes und Gutssohn Edwin wirklich noch leben. Der Pfarrer informiert darauf hin Janne, ist aber dagegen, die Gutsfrau schon in Kenntnis zu setzen, und er fordert Janne auf, Stillschweigen zu bewahren.
Auf dem Gutshof selbst sind russische Kriegsgefangene als Aushilfskräfte angestellt worden, es sind Mirsa (Jurij Kramer) und Iwan (Alexej Resnik). Beide berichten Wilm von den furchtbaren Konzentrationslagern der Deutschen, von denen der Knecht bis dato nichts gewusst hatte.
Die Gutsfrau feiert auf ihrem Anwesen ihren 50. Geburtstag. Auf Verlangen von Grauling lädt sie dazu Leute aus dem Dorf ein, die letzterer gezielt ausgewählt hatte. Aber nur der Lehrer Dudei und seine Frau (Evamaria Bath) leisten der Einladung Folge. Einen Tag nach dem runden Geburtstag informiert der Pfarrer die Gutsfrau, dass ihr Sohn noch lebt, nachdem ihn Janne dazu gedrängt hatte. Doch die Gutsfrau ist darüber nicht erfreut, sie hatte dessen Tod akzeptiert und wollte sich in ihrem weiteren Leben auf den viel erfolgreicheren Sohn Siegfried konzentrieren. Deshalb informiert sie auch Grauling über diese Neuigkeit. Dieser ordnet umgehend Untersuchungen an, woher diese “Untergrundinformationen” kommen. Dazu verhört er selbst den Knecht Wilm, was zu keinem Resultat führt. Um die Sache doch zum Abschluss zu bringen, verhaftet er Janne wegen Abhörens von Feindsendern und Pfarre Weihmann wegen des Besitzes feindlicher Bücher.

Folge 7: “Darüber wächst kein Gras” (1944)
Sendedaten:
30.01.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 31.01.1983 I. PR. WDHL; 21.11.1988 II. PR. WDHL.
Sturmbannführer Grauling verhört Janne und Pfarrer Weihmann immer wieder. Doch beide verraten die Quelle ihres Wissens, den Brief aus Breslau, nicht. Darauf hin lässt Grauling das Haus des Pfarres durchsuchen - ohne Erfolg, und Briefträger Dreibrodt gibt vor, nie einen verdächtigen Brief an den Pfarrer übergeben zu haben. Inzwischen ist der Pfarrer bei einem der brutalen Verhöre Graulings ums Leben gekommen.
Die Dorfbewohner sind zutiefst beunruhigt, dass Janne und der Pfarrer wie vom Erdboden verschwunden sind. Den Erklärungen der Nazis, dass es hier um einen Fall von “Blutschande” oder auch “Vaterlandsverrat” gehe, schenken sie keinen Glauben.
Die Gutsfrau wird für ihre “Information” an Grauling und wegen des angeblichen heldenhaften Todes ihres Sohnes an der Front mit dem Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Die dazu durchgeführte Veranstaltung läuft in großem Stile ab, sogar die Lokalzeitung berichtet darüber.
Wilm erfährt von Mutter Keuner (Helga Göring), dass Jupp noch am Leben ist, sie ihn aber seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hat. Und noch etwas anderes wird für Wilm erkennbar: Rita, die Frau des Bürgermeisters, hat ein Verhältnis mit einem der russischen Kriegsgefangenen. Als auch der Bürgermeister davon etwas erahnt, fordert er die Gutsfrau auf, die Russen ”ohne Wiederkehr” wegzuschicken. Sie will Wilm damit beauftragen, dies auszuführen, der aber verweigert sich dem und beschimpft die Gutsfrau als Mörderin und Verräterin. So wie Wilm ist auch bald das ganze Dorf gegen sie aufgebracht, weshalb sie nachts in ihrer Verzweiflung zu Greiling reitet. Der aber schlägt sich im Moment mit ganz anderen Problemen herum. So ergreift die Gutsfrau Graulings Pistole, um sich selbst zu richten, aber Grauling will dies verhindern. Bei einem Handgemenge löst sich ein Schuss, der Grauling tödlich verletzt.

Folge 8: “Die Rettung des Dorfes” (1945)
Sendedaten:
02.02.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 03.02.1983 I. PR. WDHL; 24.11.1988 II. PR. WDHL.
Siegfried Zahn, ältester Sohn der Gutsfrau, kehrt nach Güterlohe zurück. Er weiß um das bevorstehende Ende des Kriegs, denn als hochrangiger Offizier der Luftwaffe kann er die Lage sachkundig einschätzen und weiß, dass die Alliierten unaufhaltsam und immer schneller auf deutschem Gebiet vorankommen. Deshalb gibt er seiner Mutter den Rat, sich auf große Veränderungen einzustellen und entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Auch im Dorf verschwinden zunehmend die Hitlerbilder, Parteiabzeichen werden nicht mehr getragen und die Fahnen des Naziregimes werden eingefärbt. Wilm fordert die Gutsfrau auf, sich für eine kampflose Übergabe des Dorfes an die Allierten einzusetzen, weil auf der anderen Seite der Bürgermeister und Hitlerjunge Egon Schuster (Ronald Kannengießer) bis zum letzten Blutstropfen gegen die Russen kämpfen wollen. Um zumindest Egon davon abzuhalten, schießt ihn Wilm ins Bein.
Rita, die Frau des Bürgermeisters, schenkt in diesen ereignisreichen Tagen Zwillingen das Leben. Ihr Mann hofft, dass er der Vater ist und nicht der russische Kriegsgefangene, den die Gutsfrau immer noch nicht weggeschickt hatte. Mirsa wird aber bei einem Versuch, zur Roten Armee überzulaufen, von Nazis erschossen, die selbst auch auf der Flucht sind.
Dann kommen die Russen ins Dorf, und mit ihnen kehren auch Hannes und Edwin Zahn zurück. Vater Kleinert, der auf dem Totenbett liegt, kann zumindest noch erleben, wie Hannes seinen Sohn Jannek in die Arme nehmen kann.

Folge 9: “Kreuzwege” (1945)
Sendedaten:
06.02.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 07.02.1983 I. PR. WDHL; 28.11.1988 II. PR. WDHL.
Endlich ist Frieden in Güterlohe und ganz Deutschland eingekehrt. Meister Kleinert war kurz nach der Rückkehr von Hannes verstorben. Dessen Hoffnung, dass Janne noch am Leben sei, wird brutal zerstört: sie war bei einem Bombenangriff auf das Gefängnis, in das sie Grauling verbracht hatte, ums Leben gekommen.
Trotz all dieser Tiefschläge will sich Hannes neuen Aufgaben widmen. Einen Verbündeten findet er in Jupp, der gleichsam nach Güterlohe zurückkehrte, delegiert von der Landesleitung. Kraft seiner Vollmachten ernennt Jupp den Hannes zum Verantwortlichen für Lebensmittelbeschaffung. An seiner Seite soll Martin Schlosser (Hartmut Beer) agieren, den die Nazis für zehn Jahre ins Gefängnis gesteckt hatten. Aber letzterer ist ein Hitzkopf, ist schnell erregt, weswegen es zwischen den beiden oft zu Auseinandersetzungen kommt.
Edwin Zahn, der mit Hannes aus Russland ins Dorf zurückkam, wendet sich von seiner Mutter ab, nachdem man ihn über die Vorgänge in den letzten Kriegstagen in Kenntnis gesetzt hatte. Er wendet sich vielmehr seiner Jugendliebe Ulrike von Fock (Marina Krogull) zu und wird alsbald der Schwiegersohn des Baron Fock (Adolf-Peter Hoffmann).

Folge 10: “Der neue Bürgermeister” (1945)
Sendedaten:
09.02.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 10.02.1983 I. PR. WDHL; 01.12.1988 II. PR. WDHL.
In Güterlohe trifft eine Gruppe von Aussiedlern aus Ostpreußen ein, sie brauchen ein Obdach und Arbeit. Wilm wird mit der Unterbringung der neuen Mitbürger beauftragt. Rita nimmt gegen den Willen ihres Mannes, des ehemaligen Bürgermeisters, gleich zwei Familien auf. Der Großteil dieser Menschen aber wird von Wilm im Gutshaus einquartiert.
Die Gutsfrau selbst muss sich einem Gerichtsprozess stellen, ihr wird vorgeworfen, für den Tod von Janne und Pfarrer Weihmann verantwortlich zu sein. Unter anderen wird auch Wilm in den Zeugenstand gerufen. Das Urteil lautet: 15 Jahre Zuchthaus.
Jupp Keuner kann Wilm davon überzeugen, dass Amt des Bürgermeisters zu übernehmen. Und noch ein anderer bekommt eine neue Arbeit: es ist der Lehrer Dudei, den man aus dem Schuldienst entlassen hatte; da er aber der einzige im Dorf ist, der das Schreibmaschineschreiben beherrscht, wird er der neue Sekretär des Bürgermeisters.
Auch bei Hannes gibt es Veränderungen. Er ist in der Kreisleitung tätig, und als seine neue Sekretärin arbeitet nun Paula (Ute Lubosch), eine der ostpreußischen Aussiedler, für ihn. Daneben widmet sie sich liebevoll dem kleinen Jannek, Hannes` Sohn. Paula sieht der Mutter des kleinen Jannek zudem sehr ähnlich.
Auch in Güterlohe gibt es weitere neue Entwicklungen und Personen im Ort: ein neuer Lehrer und ein neuer Pfarrer treten ihren Dienst an, und Wilm und Alma wollen nun endlich heiraten.

Folge 11: “Der Polterabend” (1945)
Sendedaten:
13.02.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 14.02.1983 I. PR. WDHL; 05.12.1988 II. PR. WDHL.
Notar Heimchen (Hannes Fischer), ein alter Freund des Barons von Fock, empfiehlt selbigem, seine Töchter zu verheiraten und danach seine Besitz an Boden an die Paare aufzuteilen, um der drohenden Enteignung im Rahmen der anstehenden Bodenreform zu entgehen. Martin Schlosser kommt dieser bevorstehende Deal zu Ohren, und er verhindert dessen Realisierung. Zugleich setzt er damit Hannes vor Jupp Keuner in ein schlechtes Licht, weil er zusammen mit Edwin Zahn den Baron im Auge behalten sollte. Unter den derzeitigen Bedingungen gibt es aber keine rechtliche Handhabe, gegen die Familie von Fock vorzugehen.
Edwin erzählt seiner zukünftigen Frau Ulrike die Geschichte des Briefes aus Breslau. Er war es, der damals Hannes aufgefordert hatte, den Brief an Pfarrer Weihmann zu verfassen, in dem mitgeteilt wurde, dass Hannes und er am Leben sind. Insofern glaubt er, dass ihn eine Mitschuld am Tode von Janne und dem Pfarrer trifft. Aber die Heirat der beiden Verliebten findet trotzdem statt; auch Hannes gehört zu den Gästen, und Paula ist seine Tischdame. Auch zwischen diesen beiden scheint nun alles im Hafen der Ehe zu enden, denn Paula möchte gern Hannes` Frau und eine gute Mutter für Jannek sein.
Als weiterer Gast auf Edwins Hochzeit erscheint, wenn auch ungeladen, dessen Bruder Siegfried; er hat sich inzwischen in Bremen niedergelassen. Zwischen den Brüdern kommt es zu einem heftigen Streit, weil Siegfried immer noch den “alten Zeiten”, besonders der während seines Einsatzes in der Wehrmacht, nachtrauert.

Folge 12: “Das Vermächtnis” (1945)
Sendedaten:
16.02.1983 I. PR. Erstausstrahlung; 17.02.1983 I. PR. WDHL; 08.12.1988 II. PR. WDHL.
Susi (Helga Piur), auch eine der Aussiedlerinnen aus Ostpreußen, hat eine Liaison mit dem Neulehrer Hilscher (Jürgen Trott). Nun ist sie schwanger. Während der Flucht aus der alten Heimat nach Güterlohe hatte sie zwei Kinder verloren, nun will sie, dass ihr Neugeborenes in guten und sicheren Verhältnissen aufwachsen kann. Deshalb stiftet sie den Lehrer an, den Vorratskeller eines Bauern zu plündern, um dann die geraubten Sachen auf dem Schwarzmarkt gegen andere Gebrauchsgegenstände einzutauschen. Doch beide werden während der Zugfahrt zum Markt selbst um all diese Dinge beraubt. Der bestohlene Bauer hat den Diebstahl inzwischen auch entdeckt und bei Wilm angezeigt. Dieser muss sich nun mit der Klärung des Falls befassen und ist auch bald auf der richtigen Spur.
Zusätzlich gibt es im Dorf immer öfter Fälle von Schwarzbrennerei und ähnlichen Aktivitäten. Doch hier sieht Wilm von einer Bestrafung ab, weil er um die schlimme Lage der Leute weiß.
Nun steht im Dorf ein Höhepunkt an: eine Doppelhochzeit wird gefeiert, denn Hannes heiratet Paula und Wilm endliche seine Alma.
In diesen Zeiten kurz nach dem Krieg gibt es aber noch immer Leute, die sich der neuen Zeit entgegenstellen wollen, so zum Beispiel der ehemalige Bürgermeister des Dorfes. Er stiftet den einstigen Hitlerjungen Schuster zu einem Bombenanschlag auf die neue “Obrigkeit” an. Zum Opfer dieser hinterhältigen Tat wird Jupp Keuner, als er mit einem neuen Traktor auf eine Mine fährt, die Schuster vergraben hatte.
Rita ertappt ihren Mann, als er weitere Minen scharf machen will, um neue Anschläge zu verüben. Zwischen beiden kommt es zu einem Handgemenge, bei dem ihn Rita mit der Mistgabel tötet.
Der kleine Jannek verlässt seine “Pflegeeltern” Wilm und Alma und lebt fortan bei seinem leiblichen Vater Hannes und dessen Frau Paula.

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