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SCHWEYK IM ZWEITEN WELTKRIEG (1958)

Fernsehaufführung eines Dramas von Bertolt Brecht

Autor: Bertolt Brecht
Bühnenbild: Siegfried Bach
Kostüme: Renate Held/Siegfried Bach
Musik: Hanns Eisler
Musikalische Einstudierung: Gerhard Pflugbeil
Fernsehregie: Jürgen Degenhardt
Inszenierung: Eugen Schaub

Personen und ihre Darsteller:

Schweyk, Hundehändler in Prag (Erhard Köster), Báloun (Arno E. Hausch), Anna Kopecka, Wirtin (Krista-Sigrid Lau), der junge Prochazka (Hans-Jürgen Poritz), Brettschneider (Werner Ehrlicher), Bullinger (Wolfgang Budde), Anna (Annemone Haase), Kati (Ursula Birr), Hitler (Walter Amtrup), Himmler (Harry Heinze), Göring (Friedewald Berg), von Bock (Paul Schulz-Wernburg), SS-Mann Müller I (Arno Wolf), SS-Mann Müller II (Günter Sonnenberg).

Weitere Darsteller:

Heinz Liefers, Hartmut Löscher, Eberhard Esche, Ernst Möser, Käthe Wintzer, Jutta Langhoff.

Sendedaten:

23.11.1958 Erstausstrahlung

Inhalt:

Das Stück von Bertolt Brecht (1898-1956) entstand im Jahre 1943 im Exil in den USA und in Anlehnung an den Roman “Der brave Soldat Schwejk” von Jaroslav HAŠEK. In dieser Zeit hatten die faschistischen Truppen vor Stalingrad eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. Brecht schrieb seine Stück über den Widerstand eines kleinen Mannes gegen Hitlerdeutschland, wohl wissend, dass diese Barbarei nur durch eine geeinte Front aller Gegner Hitlers zu beenden ist.
Brecht übernahm die Figur des Schweyk in sein Drama und konfrontierte ihn mir seltsamen Abenteuern, die sich aber nicht wie bei HAŠEK im Rahmen der österreichisch-ungarischen Monarchie und des imperialistischen ersten Weltkriegs ereigneten, sondern in Zeiten des zweiten Weltkriegs. Dabei skizzierte er die kleinen Leute wie Schweyk und andere auf einem geistig und sittlich höherem Niveau als die Nazis samt ihrer Größen wie Hitler, Himmler und Göring.
Schweyk (Erhard Köster) ist in der Handlung des Stücks ein Hundehändler aus Prag. Durch seinen Freund Báloun (Arno E. Hausch) gerät er in Konflikt mit den Faschisten, die sein Heimatland besetzt haben. Nach einer Kurzanstellung bei der Gestapo muss er zur Strafe für sein Vergehen den Dienst in der Wehrmacht antreten. Dabei ist er wohl noch gut bedient, denn seine Verfehlung bestand darin, dass er den Lieblingshund des Gestapo-Chefs geschlachtet und dann seinem Freund als “Braten” serviert hatte.
Parallel dazu präsentiert Brecht eine Rahmenhandlung, in der offeriert wird, wie Hitler den Angriff auf die Sowjetunion plant und schließlich befiehlt. Im letzten Bild verschmilzt dieses Geschehen mit der Story des Schweyk: hier ist selbiger einer der letzten deutschen Soldaten, die nach Stalingrad abkommandiert wurden, und an diesem Ort trifft die Hauptfigur auf Hitler (Walter Amtrup). Schweyk zeigt keinerlei Respekt vor dem “Führer”, und ob der unflätigen Worte, die Schweyk dem Hitler an den Kopf wirft, gerät letzterer außer Kontrolle und beginnt, wild herumzutanzen.
Der DFF realisierte diese Fernsehaufführung mit einem Studiogastspiel der Städtischen Bühnen Erfurt.

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