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WEM DIE GLOCKE SCHLÄGT (1966)

Ein szenischer Bericht von Hans Pfeiffer

Autor: Hans Pfeiffer
Dramaturgie: Dr. Günter Kaltofen
Szenenbild: Heinz Zeise
Regie: Ursula Reinhold

Personen und ihre Darsteller:

Winfried Wagner, Gisela Morgen, Henny Müller, Lissy Tempelhof, Hinrich Köhn, Harry Studt, Arno Wolf, Karl-Heinz Weiss, Ralph J. Boettner, Harry Pietzsch, Heinz Behrens, Werner Röwekamp, Helmut Hellstorf, Wolfgang Sasse, Hasso Zorn, Albert Zahn, Manfred Borges und Heinz Schröder.

Sendedaten:

25.10.1966 Erstausstrahlung; 26.10.1966 WDHL; 27.02.1967 WDHL; 20.05.1968 WDHL.

Inhalt:

Auf der Basis von Presseberichten, Untersuchungsprotokollen und Aussagen von Häftlingen gestaltete Hans Pfeiffer (1925-1998) seinen szenischen Bericht über einen Vorfall in einem Untersuchungsgefängnis in Westdeutschland.Es war am 30. April 1964, als in der Beruhigungszelle eines Hamburger Untersuchungsgefängnisses der Kellner Ernst Haase zu Tode kam. Der Obduktionsbefund lieferte eindeutige Hinweise, dass Haase von unmenschlich agierenden Wärtern mit Gummiknüppeln tot geprügelt wurde. Der Leitung dieses Gefängnisses gelang es, den Fall zunächst geheim zu halten. Erst 18 Monate nach dem Vorfall wurden der zuständige Generalstaatsanwalt und die öffentlichkeit informiert.Haase war nervenkrank und geriet wegen eines geringfügigen Vergehens in das Untersuchungsgefängnis. Verstorben war er in der so genannten "Glocke": das war ein schalldichte Schreckenskammer, ausgestattet mit einer Holzpritsche, die in Beton verankert war, dazu eine Heiß- und Kaltdusche und einem Abflussrohr für die Notdurft. Nachdem die Untersuchungen im Fall Haase ins Rollen kamen, wurde offenbar, dass es in der "Glocke" zu weiteren Todesfällen gekommen war, Totschläge und Misshandlungen durch Justizbeamte und durch sie Beauftragte waren offenbar nichts Ungewöhnliches. Von offizieller Bonner Seite aber gab es Statements, in denen derartige Vorkommnisse aus Hamburg und auch aus anderen Gefängnissen der BRD gerechtfertigt wurden, einen Makel am Rechtsstaat und an der Demokratie sollte es nicht geben. Und so war es in Folge dessen möglich, dass der Totschläger im Falle Haase nach dreimonatigem Urlaub wieder seinen "Dienst" aufnehmen konnte.

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