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RÄUBER, DIE (INSZENIERUNG 60ER JAHRE) (1967)

Fernsehinszenierung eines Schauspiels von Friedrich Schiller

Autor: Friedrich Schiller
Bauten: Herbert Michel/Alfred Schulz
Kostüme: Gundolf Foitzik/Ute Roßberg
Musik: Günter Kochan
Kamera: Siegfried Peter/Tilmann Dähn/Manfred Marderwald/Alfred Krehl
Produktionsleitung: Rainer Crahé/Erich Kühne
Drehbuch und Regie: Gerd Keil

Personen und ihre Darsteller:

Maximilian, regierender Graf Moor (Kurt Steingraf), Karl (Dieter Mann), Franz (Eberhard Esche), Amalia (Katja Paryla), Spiegelberg (Jürgen Hentsch), Schweizer (Roman Silberstein), Grimm (Franz Viehmann), Razmann (Erhard Köster), Schufterle (Alexander Stillmark), Roller (Werner Tietze), Kosinsky (Gunter Schoß), Schwarz (Alexander Wikarski), Herrmann (Horst Weinheimer), Daniel (Heinz Scholz), Pastor Moser (Martin Flörchinger), Pater (Fred Düren), Diener (Werner Riemann) sowie Siegfried Alak, Lothar Hanff, Pedro Hebenstreit, Karl Maschwitz, Janus Rehor, Horst Krause, Hajo Leschnitz und Bernd Schulz.

Sendedaten:

14.05.1967 Erstausstrahlung; 26.05.1969 Wiederholung

Inhalt:

Deutschland im 18. Jahrhundert - es existieren Hunderte von kleinen Fürstenhöfen, Herzogtümern und Grafschaften, an einen Nationalstaat Deutschland war nicht zu denken. Das Leben vieler Menschen war öde, kleinlich, eingeengt. Schillers "Die Räuber" war quasi ein Aufruf, gegen die Unterdrückung durch den feudalen Despotismus anzugehen.Es sind im konkreten zwei junge Menschen, Franz und Karl (Eberhard Esche/Dieter Mann), die in der Handlung des Schillerschen Schauspiels gegen die Kleinheit und Enge der Gesellschaft aufbegehren. Aber die damit verbundenen Zielstellungen der beiden unterscheiden sich sehr: Franz ist an einem anderen Leben für sich selbst interessiert, er strebt nach Macht, Reichtum und Befriedigung seiner Sinneslust. Um dies zu erreichen, ist ihm jedes Mittel recht. So scheut er sich nicht, durch Lügen und Verleumdungen voranzukommen, selbst vor Mord gibt es bei ihm keine Grenze. Karl dagegen geht es nicht vordergründig um die Verbesserung seines eigenen Wohlergehens. Er will die gesellschaftlichen Barrieren zertrümmern, um das Vaterland zu retten. Dazu strebt er die Bildung einer Republik an, in der für feudale Willkür und Untertanengeist kein Platz mehr ist. Doch er als einzelner Mensch kann dies nicht bewerkstelligen. Wo also sind die Kräfte, die seine Ideen mit tragen, die ihn tragen auf dem Weg zu einer Persönlichkeit, die er sein möchte?Die einzige Möglichkeit, die es unter den gegebenen Umständen für sein Vorhaben gab, war, Anführer einer Räuberbande zu werden. Auf diese Weise will er Verbündete und Mitstreiter gewinnen. Doch ein solcher Bund erweist sich letztlich nicht als die Kraft, die gegen die bestehende Ordnung angehen kann, sie ist gesellschaftlich, historisch keine erfolgreiche Kraft, sie hat keine Massenbasis, und Anarchie ist auch kein Mittel gegen die Herrschenden. So muss Karl mit seiner Idee und seinen Tun scheitern, aber der leidenschaftliche Protest bleibt im Volk verankert und ist ein Wegbereiter für spätere gesellschaftliche Wandlungen.

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