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LATERNENFEST (1957)

Fernsehaufführung eines Schauspiels von Hans Pfeiffer

Autor: Hans Pfeiffer
Ausstattung: Rudolf Krumm
Fernsehkamera: Willi Schallert/Hans-Georg Henke/Werner Rosemann
Bildregie: Ruth Heucke-Langenscheidt
Inszenierung: Ottofritz Gaillard

Personen und ihre Darsteller:

Yamamoto (Hermann Stövesand), Yuki (Waltraud Haschke), Major Kennedy (Karl Weber), James (Horst Mehring), Shida (Hans-Joachim Krietsch).

Sendedaten:

29.09.1957 Erstausstrahlung

Inhalt:

Das Schauspiel von Hans Pfeiffer (1925-1998) war einem der schrecklichsten Ereignisse im 20. Jahrhundert gewidmet: dem Abwurf der zweiten Atombombe auf Nagasaki am 9. August 1945. Diese japanische Stadt versank danach in Trümmer, ein gewaltiges Flammenmeer entstand, und es starben 70000 Menschen. Diejenigen, die dieses Inferno überlebten, waren für immer gezeichnet, entweder sie wurden im Nachhinein von den Auswirkungen der tödlichen Strahlung zum Tode befördert oder die seelischen Verwundungen ließen sie ein Leben lang nicht mehr los.Im Mittelpunkt des Geschehens dieser Inszenierung - man schreibt das Jahr 1946 - stand die Figur des Akira Yamamoto (Hermann Stövesand), eines ehemaligen japanischen Luftwaffenoffiziers. Zusammen mit seiner Tochter Yuki (Waltraud Haschke) bewohnt er ein Landhaus, gelegen am Stadtrand von Nagasaki. Seine Frau und seine Söhne wurden beim Atombombenabwurf auf diese Stadt getötet, und Yamamoto selbst ist seit dem erblindet, trägt den strahlenden Tod im Leib, ein letzter Lebensabschnitt im Siechtum. Vier Jahre zuvor war es Yamamoto, der mit seinem Bomber eine tödliche Fracht auf den amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Pearl Haber abgeworfen hatte und damit schuldig wurde am Tod von Amerikanern; die Kriegserklärung Japans an die USA wurde gerade durch diesen überfall unterstrichen. Unter den bei diesem überfall ums Leben gekommenen Soldaten war auch der Sohn des amerikanischen Majors, dem Yamamoto 1946 die Gastfreundschaft gewähren muss. Major Kennedy (Karl Weber) gehört zusammen mit seinem anderem Sohn James (Horst Mehring) eine Gruppe von amerikanischen Inspektoren an, die die Auswirkungen des Atombombenabwurfs auf Nagasaki untersuchen sollen. Yamamoto weiß nicht, dass Kennedy das Flugzeug befehligte, das die Atombombe auf diese japanische Stadt abgeworfen hatte. Trotzdem hasst er Kennedy als "ewigen Feind", weil der Krieg für ihn noch nicht zu Ende ist, er glaubt an Krieg, solange die Welt besteht. Auch Kennedy fühlt ähnlich, er hat einen Hass auf die "Gelben", und mit dem Abwurf der Bombe sieht er sich nur als Erfüllender einer Pflicht.So sind Yamamoto und Kennedy anscheinend Feind für immer; dieser Zustand wird ins Wanken gebracht, als sie zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihre Kinder sich lieben. Die Väter, deren Lebensinhalt vom Töten bestimmt war und ist, setzten sich gegen diese Liebe zur Wehr. Aber Hoffnung für die Menschheit besteht mit Blick auf die jungen Menschen: wenn es ihnen gelingt, das furchtbare Erbe der Väter zu verabscheuen, wenn sie dazu beitragen können, den Hass zwischen den Völkern in Verständnis und Liebe zu verwandeln, dann steht ein Weg offen, der den Bestand der Menschheit und der Welt sichert.Das Stück präsentierte der DFF mit einer Direktübertragung aus der Kammerbühne der Staatstheater Dresden.

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