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KENNERS DREH (1961)

Ein satirisches Fernsehspiel von Gerhard Respondek

Autor: Gerhard Respondek
Dramaturgie: Gottfried Grohmann
Szenenbild: Manfred Glöckner
Regie: Gerhard Respondek

Personen und ihre Darsteller:

Kenner, ein Flüchtling (Edwin Marian), Kate, seine Frau (Agnes Kraus), Gendarm (Karl-Heinz Weiß), die Frau Apotheker (Elisabeth Aldor), der Kaufmann (Arthur Jopp), dessen Neffe (Werner Toelcke), Polizist (Albert Zahn), der Bürgermeister (Gerd Ehlers), der Stadtrat (Otto Dierichs), der Polizeichef (Horst Schön), der Kreisarzt (Karl-Helge Hofstadt), dessen Frau (Tessy Fehring).

Sendedaten:

20.07.1961 Erstausstrahlung

Inhalt:

Spotte, wem der Spott gegeben - oder spotte, wenn du selbst dem Verspotteten so überlegen bist, wie du tust; diese Anmerkung sollte man diesem "Werk der Fernsehkunst" sehr wohl voranstellen, denn die DFF-Produktion nahm sich auf diese Weise einmal wieder gesellschaftlichen Missständen in der BRD an. Dazu hieß es einleitend in der Zeitschrift "Funk und Fernsehen der DDR", Nr. 29/1961, Seite 18:"Ja, und dann spendiert sich die Frau Apotheker am Vormittag noch schnell ein Tässchen Kaffee. In stiller Sammlung wird sie ihn zusammen mit der Morgenzeitung genießen. Es duften aromatisch der Mokka und die Druckerschwärze. Sie liest und wird sich ihres morgendlichen Glücks erst jetzt schaudernd bewusst; denn da steht ja in der `Welt` ein Reisebericht von Hans Zehrer: `Wenn man nach Osten fährt, muss man durch eine graue, bedrückende Zone. Wer sie kennen lernt, kommt schweigend und bedrückt zurück. Die rote Wirklichkeit ist grau und fahl ...` Gedankenverloren träumt die Frau Apotheker vor sich hin, und die Gefühle von beklemmender Furcht, gemischt mit einiger Neugierde auf dieses rot-graue Land zweihundert Kilometer vom Ort, bemächtigen sich ihrer." So weit zur Situation der Frau Apotheker, doch nun tritt er auf, der Flüchtling aus dieser Zone namens Kenner, der in das Leben der Bewohner dieser kleinen Stadt in Westdeutschland eindringt. Dazu heißt es nun:"Es klingelt. Die Frau Apotheker erschrickt und stellt sich gleich einen kommunistischen Agenten hinter der Tür vor. Nach ihrer aufregenden Lektüre ist das durchaus verständlich. Aber dann steht da nur ein Bettler, und Frau Apotheker gewinnt Fassung und Würde zurück. Für kurze Zeit nur. Denn wahrlich, das ist zwar ein Bettler - und er bittet um Mull und Pflaster für seine Wunde - , aber was für ein Bettler! Was für ein Mann! Ich bitte Sie, welch ein Held, der Herr Kenner! Er kennt das rot-graue Land aus eigener Anschauung. Er hat dort gelebt, sagt er, jahrelang. Die lebendige Art, von seinen Erlebnissen zu erzählen, fesselt die Frau Apotheker. Herr Kenner geht, reich beschenkt mit Mull und Hustenbonbons. Er ginge sicher ganz schnell sehr weit weg, wenn er wüsste, wie viel Ungemach ihm diese Stadt noch bereiten wird."

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