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MÄDCHEN RAHEL, DAS (1961)

Ein Fernsehspiel von Hans Oliva

Foto: Waltraut Denger; “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 45/1961, Seite 19; im Bild: Ursula Genhorn

Foto: Waltraut Denger; “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 45/1961, Seite 19; im Bild: Ursula Genhorn

Autor: Hans Oliva
Dramaturgie: Wenzel Renner
Szenenbild: Günter Broberg
Regie: Robert Trösch

Personen und ihre Darsteller:

Suzanne (Gisela Naumann), Rahel (Ursula Genhorn), Wolfgang (Eberhard Mellies), Jerczi (Karl-Heinz Oppel), Ruben (Eugenio Plozza), Pierre (Joachim Gürtner), Onkel Ernst (Erich Brauer).

Sendedaten:

09.11.1961 Erstausstrahlung

Inhalt:

Der Autor Hans Oliva (1922-1992) erinnerte in einem Artikel in der Zeitschrift “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 45/1961, Seite 18, daran, dass im Mai 1942 an dem Ort, auf dem sich in der DDR der Marx-Engels-Platz befand, von den Nazis ein großes Zelt aufgebaut wurde, in dem eine Hetzausstellung gegen die Sowjetunion untergebracht war. Die Faschisten betitelten ihr Machwerk mit “Das Sowjetparadies”. Doch dieses Zelt stand dort nur kurze Zeit, dann wurde es inklusive dieser “Ausstellung” durch ein Feuer vernichtet. Einer Gruppe Widerstandskämpfern war es am helllichten Tag gelungen, Phosphorbrandsätze auf dieses Objekt zu werfen, so dass der Lügendokumentation ein Ende bereitet wurde. Diese kühne Tat vollzog sich in einer Zeit, als die faschistischen Armeen noch Siege verbuchen konnten.
Die Patrioten, die hinter dieser mutigen Tat standen, waren eine Gruppe von ca. 100 jungen, größtenteils jüdischen Widerstandskämpfern, die unter der Führung des Kommunisten Herbert Baum agierten und den Brandanschlag auf das Objekt der Sowjethetze realisierten. Ein Spitzel in ihren Reihen übte aber Verrat, so dass die Mitglieder der Gruppe von den Nazis dingfest gemacht wurden. Nach unvorstellbaren Folterungen und Qualen wurden sie von den Faschisten hingerichtet. Doch die Flamme, die mitten in der “Reichshauptstadt” entzündet worden war, strahlte wie ein Signal über die ganze Erde. Für Hans Oliva waren diese mutige Tat und zudem Stefan Hermlins Buch “Die erste Reihe” Ausgangspunkt, sich dramatisch diesen Ereignissen zu widmen. Er stellte sich die Frage, wie diese jungen Menschen, die diese Aktion gegen die Nazis mit Erfolg durchführten, wohl ausgesehen haben. Und er schreibt weiter: “Ich wollte wissen, was sie empfanden und träumten, was sie aufgaben, opferten, um der Ehre ihres Vaterlandes willen. Ich dachte an ein Mädchen und einen Jungen, die sich sehr liebten, aber für deren Liebe es damals keinen Platz gab. - In Gedanken nannte ich das Mädchen Rahel. Ich habe die Geschichte inzwischen niedergeschrieben. Es ist ein Fernsehspiel geworden und am Jahrestag der berüchtigten Kristallnacht wird es Premiere haben.” (Siehe ebenda, Seite 18)

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