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GEORG BÜCHNER (1960)

Ein szenisch-dramatisches Porträt von Renate Richter-Zuchardt

Foto: “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 39/1960, Seite 18; im Bild von links: Carl Bruno und Gert Gütschow.

Foto: “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 39/1960, Seite 18; im Bild von links: Carl Bruno und Gert Gütschow.

Autor: Renate Richter-Zuchardt
Szenenbild: Bernhard Schröter
Kostüme: Thussy Breuer
Regie: Rudi Kurz

Personen und ihre Darsteller:

Georg Büchner (Gert Gütschow), sein Vater (Hans-Joachim Recknitz), seine Mutter (Gisela Morgen), sein Bruder Wilhelm (Manfred Wagner), Minna Jaegle (Marylu Poolman), ihr Vater (Max Bernhardt), Minnigerode (Wolfgang Jakob), Becker (Hans-Joachim Hegewald), Pfarrer Weidig (Carl Bruno), Zeuner (Fred Delmare), Frau Weidig (Ingeborg Ottmann), Kuhl (Wolf Goette), Georgi (Lothar Glathe), der Kammergerichtspräsident (Ivan Malré), Wilhelm Schulz, Wissenschaftler (Joachim Tomaschewsky), seine Frau (Sigrid Hausmann).

Weitere Darsteller:

Werner Tronjeck, Günter Schwarzlose, Heinz Gothe, Horst Richter, Hans-Robert Wille, Christa Huth.

Sendedaten:

22.09.1960 Erstausstrahlung; 19.02.1962 Wiederholung

Inhalt:

Georg Büchner (Gert Gütschow) wurde am 17. Oktober 1813 als Sohn eines angesehenen Arztes geboren. Als 18jähriger begann er, in Straßburg Naturwissenschaften zu studieren. Auf Grund gesetzlicher Regelungen musste Büchner dann sein Studium an der Universität in Gießen fortsetzen. In dieser Stadt fand er Aufnahme in einen Kreis revolutionär gesonnener Männer, dessen führender Kopf der Pfarrer Weidig (Carl Bruno) war. In Folge seiner Erkenntnisse, die er hier gewonnen hatte, verfasste Büchner die Flugschrift "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!". Dies hatte zur Konsequenz, dass sich der Landesfürst veranlasst sah, gegen ihn einen Steckbrief herauszugeben. Darin wurde festgelegt, dass die Behörden Büchner festzusetzen haben, weil er sich einem Gerichtsverfahren zu unterziehen hätte ob seiner staatsverräterischen Aktivitäten. Büchner verließ deshalb Gießen, floh zunächst ins Elternhaus nach Darmstadt, dann zu seiner Braut nach Straßburg und von dort ins schweizerische Zürich, wo er eine Professur angetragen bekam, dank seiner "reichen Gaben", mit denen er ausgestattet sei. So wurde Büchner im Ausland verehrt, in seiner Heimat galt er weiterhin als Staatsverräter. Büchner war noch keine 24 Jahre alt, als er an den Folgen einer Infektionskrankheit verstarb.

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