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ANATOMIE EINES JUSTIZMORDS (1967)

Ein zweiteiliger Fernsehfilm aus der Sendereihe "Kriminalfälle ohne Beispiel"

Szenarium: Günter Prodöhl
Dramaturgie: Evelyn Heiden
Bauten: Günter Broberg
Musik: Wolfgang Schoor
Kamera: Adam Pöpperl
Produktionsleitung: Rainer Crahé
Regie: Hubert Hoelzke

Personen und ihre Darsteller:

Maria Rohrbach (Barbara Dittus), Dr. Lennart (Herbert Köfer), Naumann (Fritz Barthold), Seibert (Werner Senftleben), Hülsdorf (Wolfgang Greese), Dr. Kindler (Wolf-Dieter Panse), Professor Jörn (Adolf-Peter Hoffmann), Scott (Klaus-Peter Thiele), Professor Meininger (Arthur Jopp), Vicki Hentschke (Eva-Maria Hagen), Beate Lennart (Evamaria Bath), Gerichtsvorsitzender (Heinz Suhr), Gräff (Ralph J. Boettner), Marell (Harald Halgardt), Kaiser (Peter Brang), Mailer (John Peet), Preide (Michael Hamburger), W. Darrow (Karl Sturm), Hermann Rohrbach (Egon Geißler), Professor Balser (Karl Kendzia), Dr. Merseburg (Hans-Ulrich Lauffer), Rollenhagen (Wolfgang Arnst), Frau Reitgassel (Charlotte Küter), Frau Schmitt (Liska Merbach), Frau Fahlenkamp (Erika Stiska), Justizwachtmeister (Frank Michelis), Sawitzki (Érnst Peter Berndt), Schornsteinfeger (Otto-Erich Edenharter), Oberbeamtin (Georgia Kullmann), Helmersdorfer (Karl-Helge Hofstadt), Pollack (Albert Zahn), Hartwig (Rolf Figelius), Kind (Christian Hoelzke), Vorarbeiter (Joe Schorn), Baggerführer (Alfred Lux), Kordel (Hubert Hoelzke), Justizbeamter (Rudolf Napp).

Sendedaten:

Teil 1: 26.08.1967 Erstausstrahlung; 31.08.1967 WDHL; 04.09.1967 WDHL; 16.02.1970 II. PR. WDHL.
Teil 2: 27.08.1967 Erstausstrahlung; 31.08.1967 WDHL; 04.09.1967 WDHL; 17.02.1970 II. PR. WDHL.
Anmerkung: Am 10.11.1975 wurde “Anatomie eines Justizmordes” erneut im I. Programm ausgestrahlt, ohne dass angegeben wurde, ob Teil 1 oder 2 gesendet wird (Wiederholung am 11.11.1975 I. PR.).

Inhalt:

Am 17. April 1957 wurde Maria Rohrbach (Barbara Dittus) unter dem Verdacht des Gattenmords verhaftet. Die erste Vernehmung der 27jährigen Frau dauerte einen ganzen Tag und eine Nacht. So setzte die Polizei in Münster (BRD) alles daran, der Öffentlichkeit alsbald einen Täter für dieses Verbrechen zu offerieren. Da es kaum Tatspuren oder andere Beweise gab, war man auf das umfassende Geständnis der Tatverdächtigen angewiesen. Aber Maria Rohrbach bestritt ganz energisch, ihren Ehemann erschlagen und dann zerstückelt zu haben. Diese Aussage vertrat sie immer wieder, dies während der 12 Monate der Voruntersuchungen durch die Kriminalpolizei, während des Gerichtsprozesses und auch später, als sie ins Zuchthaus verbracht wurde.Dagegen wollten die Nachbarn der Rohrbachs in der betroffenen Tatnacht diverse Geräusche gehört haben, so ein dumpfes Poltern eines tot Umfallenden oder das über den Boden Schleifen einer Leiche. Der Milchmann von gegenüber beteuerte, dass er verdächtige gelb-grünliche Rauchwolken aus dem Schornstein über der Wohnung der Rohrbachs aufsteigen sah - diese mussten ein Zeichen für die Verbrennung von Leichenteilen sein. Letztlich wurde noch ein Gutachter gewonnen, der für ein Honorar von 3500 DM ein für Frau Rohrbach belastendes Gutachten abgab. All diese fadenscheinigen "Beweise" waren für Kriminalkommissar Naumann (Fritz Barthold), die anderen Ermittler und die Staatsanwaltschaft ausreichend, um diese Frau vor ein Gericht zu stellen. Die Richter selbst vertrauten auf die "Ermittlungsergebnisse" und verurteilten die Angeklagte zu einer lebenslangen Haft. Im Jahre 1959 allerdings kam es zu einer sensationellen Wende in diesem Kriminalfall, als der Schädel des Ermordeten gefunden wurde, den laut Feststellung des Gutachters Maria Rohrbach in ihrem Ofen verbrannt haben sollte. Der wahre Täter wurde nicht gefunden wurde. Maria Rohrbach erhielt für die Jahre ihrer Haft keine Entschädigung, weil das Gericht sie nach dieser Wende nicht wegen erwiesener Unschuld freisprach, sondern feststellte, dass bezüglich ihrer Person immer noch ein erheblicher Tatverdacht bliebe. Sie durfte allerdings einen anderen Namen annehmen und in einer anderen westdeutschen Stadt ihr Leben neu aufbauen. Die "Schande" von Münster war damit nach außen hin getilgt.

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