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LAWINE, DIE (DDR-TV) (1960)

Ein Fernsehspiel von Walter Baumert

Foto: “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 41/1960, Seite 18; im Bild: Annegret Golding und Uwe-Detlev Jessen.

Foto: “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 41/1960, Seite 18; im Bild: Annegret Golding und Uwe-Detlev Jessen.

Szenarium: Walter Baumert
Dramaturgie: Hermann Rodigast
Szenenbild: Heinz Helmut Bruder
Musik: Hans-Hendrik Wehding
Film-Kamera: Adam Pöpperl
Fernsehkamera: Rosemarie Sundt/Hanna Christian/Gudrun Illfrich
Inszenierung: Fritz Bornemann

Personen und ihre Darsteller:

Karin Michallek, Referendarin (Annegret Golding), Otto Michallek, ihr Adoptivvater, Oberinspektor der Polizei (Arthur Jopp), Lisbeth, seine Frau (Maria Rouvel), Dr. Bruno Waschke, Rechtsanwalt, Karins Verlobter (Wilfried Ortmann), Bernhard Stollberg, Bürgermeister (Uwe-Detlev Jessen), Helga Buckow, Assessorin, Freundin von Karin (Ruth-Maria Kemper), Dr. Bettina Stollberg, Ärztin (Ingeborg Krabbe), Dr. Richard Blümle, Chef von Karin (Karl Kendzia), Polizeipräsident (Gustav Wehrle), Grundig (Fritz Diez) und Frau Berbach (Steffie Spira).

Sendedaten:

06.10.1960 Erstausstrahlung; 03.01.1961 WDHL; 19.01.1961 WDHL; 15.03.1963 WDHL.

Inhalt:

Karin Michallek (Annegret Golding) ist ein junges Mädchen, das wohlbehütet bei ihren Adoptiveltern in einer westdeutschen Großstadt heranwuchs. Ihrem Adoptivvater als Staatsbeamter (Arthur Jopp) war es möglich, Karin ein Jurastudium zu finanzieren, für ihn war Karin immer ein Kind wie eine leibliche Tochter gewesen. Und Karin hängt an ihren Adoptiveltern; dieses Gefühl der Verbundenheit und Dankbarkeit ist es auch, von dem sich Karin leiten lässt, als sie ihnen den Wunsch erfüllt, den Heiratsantrag von Dr. Wasche (Wilfried Ortmann), eines angesehenen Rechtsanwalts, anzunehmen. Sie selbst ist mit dieser Verbindung weder glücklich noch unglücklich, zumindest verspricht sie eine gesicherte Zukunft. Also wird Karin heiraten, Kinder bekommen, man wird ein Haus bauen, Partys geben, ein gut bürgerliches Leben also. Dies dauert dann auch einige Jahre mit all den Banalitäten und Nichtigkeiten an. Aus diesem Zustand der Resignation und Bedeutungslosigkeit wird sie durch ein Geschehnis herausgerissen, dem sie anfangs noch nicht einmal viel Bedeutung beimaß; doch dann sollte sich das Ganze zu einer Lawine ausweiten: Durch Zufall hatte Karin eine Gerichtsakte in die Hand bekommen, aus der sie Informationen über das Schicksal ihres längst tot geglaubten leiblichen Vaters entnehmen konnte.Im Detail muss sie erkennen, dass es der derzeitige Polizeipräsident der Stadt, in der sie mit ihren Adoptiveltern wohnt, war, der im Jahre 1942 ihren leiblichen Vater zum Tod durch den Strang verurteilt hatte. Um weitere Einzelheiten in dieser Sache zu erfahren, reist Karin in die DDR, nach Ostberlin, wo sie von einem ehemaligen Kameraden ihres Vaters aus dem KZ erfährt, dass er nach dem Krieg noch am Leben war, weil er durch eine Befreiungsaktion der Roten Armee dem Tod entringen konnte. Auf der Suche nach weiteren Einzelheiten begibt sich Karin in ihren Geburtsort Altenhausen, wo ihr Vater von 1945 bis zu seinem Tode das Amt des Bürgermeisters ausübte. Hier wird Karin darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihr Adoptivvater dem leiblichen Vater gegenüber behauptet habe, Karin sei tot, um das Kind nicht hergeben zu müssen.So ist Karin zutiefst enttäuscht ob des Vertrauensbruchs der Adoptiveltern; zudem wird ihr klar, dass in der BRD nach wie vor Kräfte in Amt und Würden sind, die längst hinter Gitter gehörten, wie der einstige Naziblutrichter, der das vernichtende Urteil über ihren Vater sprach und noch heute als Polizeipräsident seinen Dienst versieht. Doch es gibt auch Licht am Ende des Tunnels: der jetzige Bürgermeister von Altenhausen (Uwe-Detlev Jessen) und Karin haben sich ineinander verliebt, ein Leben mit dem aalglatte und gerissene Rechtsanwalt, ihrem bisheriger Verlobter, erweist sich als sinnlos.

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